Mit Schleier auf dem Radel

Elisabeth Thiele wirbt für Rodgauer Mitmachaktion

Elisabeth Thiele neben dem Plakat mit ihrer Person.
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Eine charmante Idee: Elisabeth Thiele leiht der Stadtradel-Initiative ihr Gesicht.

Das doppeldeutige Stadtradelmotto „Trau dich, macht mit“ hat der Stadtverwaltung Rodgau gut gefallen. Es ist zum einen die charmante Aufforderung, sich an der Kampagne für mehr Radfahren zu beteiligen. Gleichzeitig wird mit dem Brautschleier auch auf eine Hochzeit angespielt, die Diplom-Ingenieurin Elisabeth Thiele auf dem Plakat nachstellt.

Rodgau – Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hatte noch vor Corona standesamtlich geheiratet, das Fest und die kirchliche Hochzeit sind allerdings aufs kommende Jahr verschoben. Ein wichtiges Requisit fürs Kampagnenfoto ist der Brautschleier, den die Angestellte bei ihrem Junggesellinnenabschied getragen hatte. Mit dem weißen Sommerkleid sieht es also so aus, als würde Thiele direkt zum Standesamt radeln. Hochzeit hin oder her: Selbst in diesem Fall wird auf den Fahrradhelm nicht verzichtet.

Für die 28-Jährige hat das nichts mit politischer Korrektheit zu tun, für sie es einfach eine klare Sache, den Helm zu tragen, denn Sicherheit geht immer vor. Schließlich sitzt die aus Frankfurt an der Oder stammende Stadtplanerin auch in ihrer Freizeit viel auf dem Fahrrad. Und auch im Urlaub ist das Zweirad oft mit von der Partie.

Seit drei Jahren arbeitet die stellvertretende Fachdienstleiterin für die Stadtverwaltung Rodgau und fühlt sich pudelwohl in ihrem Team: „Ich kann mich persönlich und fachlich weiter entwickeln“, lobt sie.

Mit der Beteiligung an der Initiative fürs Radeln möchte die Angestellte für ein Umdenken werben. „Jeder kann mitmachen und mal ausprobieren, ob er vielleicht auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen das Auto stehen lassen kann“, sagt Thiele. Sie ist allerdings davon überzeugt, dass das Radeln nicht nur der Umwelt guttut, Bewegung auch noch gesund ist und Spaß macht.

Die Idee fürs Plakat ist im Team entstanden. Elisabeth Thiele will sich keinesfalls mit fremden Lorbeeren schmücken, auch wenn sie der Kampagne ihr Gesicht geliehen hat. „Wir freuen uns natürlich und sind stolz darauf, wenn unser Foto so gut ankommt“, sagt sie. (Von Simone Weil)

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