Wohnungen statt Gewerbe

Rodgauer Poker um Vaihinger-Zukunft

Nicht nur am Vaihinger-Gelände, sondern auch an dem grünen Grundstück rechts im Bild besteht Interesse. Luftbild: Häsler
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Nicht nur am Vaihinger-Gelände, sondern auch an dem grünen Grundstück rechts im Bild besteht Interesse.

Auf dem Firmengelände der nicht mehr aktiven Firma Vaihinger Messtechnik in Jügesheim sollen Wohnungen entstehen. Dazu bedarf es eines Bebauungsplans, den das Parlament beschließen muss.

Jügesheim – Auf dem Vaihinger-Gelände an der Haingrabenstraße tut sich was. Ein Investor aus dem Taunus hat Pläne für zirka 98 Wohnungen in vier Häusern mit drei Geschossen (plus ein Staffelgeschoss) präsentiert: höher als die meisten anderen Gebäude, die dort stehen. Unter Bürgern regt sich gegen diese maximale Ausnutzung des Grundstücks im Gewerbemischgebiet Protest.

Auch maßgeblichen Kreisen der Rodgauer Politik ist das zu hoch. Überdies solle der Investor in dem Ensemble einen bestimmten Anteil an bezahlbaren Wohnungen mit einer anfänglich besonders niedrigen Grundmiete für Menschen mit schmalerem Geldbeutel bauen.

Der Magistrat handelt mit dem möglichen Frankfurter Bauherrn derzeit die Bedingungen aus, unter denen das Projekt an dieser Stelle überhaupt genehmigungsfähig sein könnte. Entscheiden muss dann die beim Landratsamt in Dietzenbach ansässige Bauaufsichtsbehörde.

Über die Zukunft des Vaihinger-Geländes in Jügesheim wird derzeit verhandelt.

Der Investor strebt eine Entscheidung noch in diesem Jahr an, um nicht nach der Kommunalwahl 2021 mit vielleicht dann anderen Mehrheiten im Rathaus neu über das Vorhaben reden zu müssen.

An das Vaihinger-Gelände schließt sich in der Hunsrückstraße eine grüne Oase an. Auch an diesem Areal soll der Investor interessiert sein. Es heißt, es böte sich an, dort einfach weiter zu bauen. (Bernhard Pelka)

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