Mit drei Klicks ins Internet

Ab sofort: kostenloser Internet-Zugang für bis zu 2000 Nutzer gleichzeitig

„Ich bin drin!“ Den öffentlichen Internetzugang am Rathaus testen Erster Stadtrat Michael Schüßler, Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze, EVR-Geschäftsführer Dirk Schneider und Maingau-Energie-Projektmanagerin Marie Christin Lohse (von links). Wer sich einwählen will, muss das Netz namens „Rodaustrom“ auswählen. Foto: p/Stadt Rodgau
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„Ich bin drin!“ Den öffentlichen Internetzugang am Rathaus testen Erster Stadtrat Michael Schüßler, Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze, EVR-Geschäftsführer Dirk Schneider und Maingau-Energie-Projektmanagerin Marie Christin Lohse (von links). Wer sich einwählen will, muss das Netz namens „Rodaustrom“ auswählen.

Auf den großen Plätzen Rodgaus und an einigen öffentlichen Gebäuden kann man ab sofort mit Mobilgeräten kostenlos das Internet nutzen. Bis zu 2 000 Leute gleichzeitig können sich anmelden. Das geht ratzfatz: Drei Klicks und man ist drin.

Rodgau –  Gestern wurden die ersten vier Zugangspunkte (Hotspots) freigeschaltet. Sie werden von der Energieversorgung Rodau (EVR) betrieben. Die Stadt und das Unternehmen teilen sich die Kosten halbe-halbe. Technik, Installation und der Betrieb der ersten fünf Jahre kosten zusammen 120 000 Euro.

„Aus unserer Sicht ist das kein befristetes Projekt“, sagte EVR-Geschäftsführer Dirk Schneider gestern vor der Presse. Das Unternehmen wolle den Dienst dauerhaft betreiben und „bedarfsgerecht anpassen“. Die EVR ist eine Tochterfirma der Stadtwerke Rodgau und der Maingau Energie GmbH.

Rodgau: Geschwindigkeit von 10 Megabit pro Sekunde

Der drahtlose Zugang bietet eine Geschwindigkeit von 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Down- und 1 MB/s im Upload. Jeder Nutzer kann täglich bis zu zwei Gigabit senden und empfangen, ohne eigenes Datenvolumen zu verbrauchen. „Es ist eine stabile Internetverbindung“, betont Schneider. Im Gegensatz zum WLAN in manchen Fußballstadien könne man Youtube-Videos ruckelfrei ansehen.

Mit dem Gratis-Internet will die Stadt die Aufenthaltsqualität in öffentlichen Gebäuden und auf zentralen Plätzen verbessern, wie Erster Stadtrat Michael Schüßler sagt. Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien erwünscht: Es gelte Schwachstellen ausfindig zu machen, um sie in der nächsten Ausbaustufe berücksichtigen zu können.

Die Grenzen des Hotspots am Rathaus: Cafés, Ärztehaus und Rodgau-Passage sind nicht abgedeckt. Grafik: Maps4News

An den ersten vier Hotspot-Standorten sind insgesamt 30 „Access Points“ installiert, um drinnen und draußen eine breite „Ausleuchtung“ zu erreichen. Dennoch ist der Sende- und Empfangsradius begrenzt. Vier der fünf Cafés in der Ortsmitte Jügesheim sind nicht abgedeckt. Dafür hat man im Rathaus-Restaurant Empfang. Auch wer im Bürgerservice wartet, kann ins Internet gehen.

Rodgau: Chance für das öffentliche Gewerbe

Der Puiseauxplatz und der Ludwig-Erhard-Platz werden nach Angaben der Stadt vollständig versorgt. Der kostenlose Internetzugang für Kunden sei auch eine Chance für das örtliche Gewerbe, betont Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze.

Auf lange Sicht planen die beiden Kooperationspartner, kostenlose WLAN-Zugänge an weiteren Stellen im Stadtgebiet zu schaffen. Zwei Bürgerhäuser stehen bereits für Anfang 2020 auf dem Plan. Noch Zukunftsmusik ist ein Hotspot am Badesee: Dort liegt noch keine leistungsfähige Internetleitung.

VON EKKEHARD WOLF

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