Rodgau

Der neue Bolzplatz ist fertig - Team aus dem Rathaus hat ihn getestet

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Testen den neuen Bolzplatz in Rodgau-Hainhausen aus: Herren aus dem Rathaus, die an der Realisierung beteiligt waren.

Der neue Bolzplatz am Ende der Heinrich-Sahm-Straße in Rodgau-Hainhausen ist fertig. Er ist mehr als eine einfache Fußballwiese: Die Gestaltung basiert auf Ideen des Kinder- und Jugendparlaments.

Rodgau – „Und wo ist der Ball?“, fragt einer der Fotografen beim Pressetermin zur Eröffnung des Bolzplatzes. Sebastian Biener, der den Bau als Sachbearbeiter betreut hat, löst das Problem in Minutenschnelle. Und die gesetzten Herren aus dem Rathaus verwandeln sich in kickende Jungs. „Ich gehe ins Tor!“, ruft Peter Kämmerling, der den Fachdienst Stadtplanung leitet. Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler glänzen im Zusammenspiel: Schüßler spielt den Eckstoß, Hoffmann verwandelt ihn zum Kopfball. Ein Tor? Von wegen! Lässig pflückt Kämmerling den Ball aus der Luft.

Fünf Männer und ein Fußball: Der Bolzplatz weckt Erinnerungen an die eigene Kindheit. Jürgen Hoffmann kickte im E-Jugend-Alter auf der Straße. Andere zimmerten sich aus Holzlatten ein Tor zusammen. Sonst reichten auch zwei Schulranzen, um das Tor zu markieren.

Die Nachwuchskicker von heute haben eine eingesäte Wiese von 15 mal 30 Metern, zwei robuste Tore aus Aluminium und einen hohen Ballfangzaun, damit der Ball nicht in den Kleingärten landet. Ein zweiter Zaun schützt die Pferde nebenan auf der Koppel vor Querschlägern.

Der Bolzplatz geht auf eine Initiative des Kinder- und Jugendparlaments zurück. Die Idee kam erstmals 2016 auf, zwei Jahre später entstand daraus ein Plan. Die Jugendlichen wünschten sich nicht nur ein Spielfeld, sondern auch Stühle und Tische, Bäume und Sträucher. Der städtische Fachbereich Grünflächen und Forst ergänzte Ballfangzäune und Fahrradständer und sorgte für den nötigen Abstand zum Überschwemmungsgebiet der Rodau. Die Kosten kletterten im Lauf der Jahre von geschätzten 35. 000 auf 67.000 Euro.

Das Ergebnis ist robust und langlebig. Die Fußballtore sind so stabil, dass man daran auch Klimmzüge machen kann. Die beiden Sitzgruppen und Tische bestehen aus Beton, das eingeprägte Stadtwappen ist eine Spezialanfertigung der Firma Kleemann aus Rollwald. 25 Bäume aus der Spendenaktion „Town-Baum“ sollen zu Schattenspendern heranwachsen. Das Kinder- und Jugendparlament hat auch an die Natur gedacht: Eine Blühwiese soll als Lebensgrundlage für Insekten dienen.

Die Verantwortlichen der Stadt bezeichnen die Anlage als werthaltig. „Die öffentlichen Räume sind das Aushängeschild einer Stadt“, betont Fachdienstleiter Peter Kämmerling. Rodgau habe dabei eine hohe Qualität erreicht. Als weitere Beispiele neben dem neuen Bolzplatz nennt Erster Stadtrat Michael Schüßler den neuen Spielplatz im Kögelgelände Dudenhofen und den Helixpark in Hainhausen-West, der „in seiner Qualität einzigartig“ sei. Bürgermeister Hoffmann unterstreicht, diese Orte seien für alle Generationen da. (Von Ekkehard Wolf)

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