Neustart ist in Vorbereitung

Stadt fragt nach Elternwünschen zum Wiedereinstieg in den Kita-Alltag

Gemalte Liebesbeweise am Zaun der Kita 5 in Nieder-Roden: In der Krise finden sich viele neue Wege, miteinander zu kommunizieren. Foto: p/stadt rodgau
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Gemalte Liebesbeweise am Zaun der Kita 5 in Nieder-Roden: In der Krise finden sich viele neue Wege, miteinander zu kommunizieren.

Die Stadt hat auf diversen Kanälen eine Umfrage gestartet. Rund 1 400 Kinder betreut die Kommune in ihren Kitas, 600 Eltern haben in Rückmeldungen ihre Meinung schon mitgeteilt.

Rodgau - Wie können sich Eltern in Coronazeiten den Wiedereinstieg in den Kita-Alltag vorstellen? Das möchte die Stadt von Vätern und Müttern erfahren, die derzeit meist einer Doppelbelastung standhalten müssen: arbeiten zuhause und dazu noch die Kinder um einen herum. Die Stadt hat auf diversen Kanälen (Email, Facebook, WhatsApp) eine Umfrage zu dem Thema gestartet.

Rund 1 400 Kinder betreut die Kommune in ihren Kitas, 600 Eltern haben in Rückmeldungen ihre Meinung schon mitgeteilt. Fazit: Sie können sich – bei reduzierter Zahl der betreuten Kinder – einen täglichen Wechsel der Gruppen genausogut vorstellen, wie den stufenweise Wiedereinstieg nach Jahrgängen getrennt – beginnend mit dem Einschulungsjahrgang.

Hintergrund der Umfrage ist die Forderung der Stadt nach einer Strategie für die Öffnung der Kitas in Hessen. Treibende Kraft ist dabei Erster Stadtrat und Sozialdezernent Michael Schüßler.

In einem Facebook-Video wirbt er für die Teilnahme an der Umfrage: „Wir kennen alle den Zeitpunkt nicht, an dem unsere Kitas wieder geöffnet werden. An diesem Tag X wollen wir aber vorbereitet sein.“

Auch wenn die Entscheidung über das „Ob“ auf Ebene des Landes getroffen werde, wolle man in Rodgau gemeinsam mit den Eltern erarbeiten, wie eine Öffnung bestmöglich klappen könnte. „Es sollen diejenigen zu Wort kommen, die es betrifft – die Eltern“, so Schüßler. „Wir hoffen auf diesem Weg ein Stimmungsbild zu erhalten, das wir auch über die kommunalen Spitzenverbände an die hessische Landesregierung herantragen können. Die Abwehr der gesundheitlichen Bedrohung hat nach wie vor oberste Priorität. Aber Eltern brauchen nach sechs Wochen, in denen sie zuhause ihre Kinder selbst betreuen, eine Perspektive. Zumindest darüber, wie die Öffnung bewerkstelligt werden könnte.“

Man werde zwar nicht „von heute auf morgen in den Idealbetrieb zurückkehren können und es wird einen Kompromiss geben müssen“, zerstreut der Dezernent überschwengliche Hoffnungen. „Die Meinung der Eltern dazu ist uns aber sehr wichtig.“ Eine abschließende Entscheidung obliege allerdings der Landesregierung.

Schüßler lobt die bisher ausgezeichnete Resonanz auf die Aktion. Auch von der „Konzeptionstiefe und Ernsthaftigkeit, mit der Eltern sich Gedanken machen“, ist er begeistert.  bp

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