Energie tanken auf der Bühne

Lieblingsbandsänger Lukas Hofmeister wagt ein Soloprojekt

In Nieder-Roden in der Chinamauer wohnt Lukas Hofmeister mit seiner Frau Laura. In der Wohnung hat sich der 34-Jährige ein komplettes Musikstudio eingerichtet.
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In Nieder-Roden in der Chinamauer wohnt Lukas Hofmeister mit seiner Frau Laura. In der Wohnung hat sich der 34-Jährige ein komplettes Musikstudio eingerichtet.

Endlich mal eigene Musik spielen. Das ist für Lukas Hofmeister ein Lebenstraum. Der Sänger der in der Region erfolgreichen Formation Lieblingsband hat die Corona-Zeit genutzt, um einen musikalischen Solotrip unter dem Projektnamen „The Veil Of Babylon“ zu wagen.

Rodgau – Anstatt mit Partyhits die Stimmung im Festzelt oder bei anderen Veranstaltungen anzuheizen, schrieb der 34-Jährige eigene Texte, komponierte Melodien und spielte diese auch selbst ein. In etwa vier Wochen sind zehn Stücke in seinem Heimstudio in Nieder-Roden entstanden, die er zum Schluss von einem Profi mischen ließ.

Herausgekommen ist dabei das sehr persönliche Album „Skywalk“, in dem Lukas Hofmeister regelrecht intime Einblicke in sein Innerstes gibt und sich sogar mit Glaubensfragen auseinandersetzt. Die persönlichen Geschichten und Gefühle, die ihn lange begleiten, seien manchmal so intensiv gewesen, dass er sich selbst gefragt habe, ob es überhaupt gut sei, seine innersten Gedanken so öffentlich zu teilen.

Musikalisch bewegt sich der Sohn von Till Hofmeister, dem früheren Musikchef von hr3, mit seinem Soloprojekt zwischen Acoustic Pop und Rock, hat dabei jeden Akkord selbst gespielt, jede Note selbst gesungen. Der reisebegeisterte Service-Kaufmann im Luftverkehr ist stolz, dass es ihm in dieser durch das Coronavirus eingeschränkten Zeit gelungen ist, sich seinen Traum zu erfüllen. Morgens war er zunächst zum Joggen unterwegs, dann zog er sich in sein Studio zurück und probierte. Die ersten Reaktionen sind positiv, es gibt viele begeisterte Rückmeldungen aus aller Welt.

Musikalisch sei er ein „Chamäleon“, sagt Hofmeister über sich selbst. Hochzeitsduo oder harter Rock: „Es macht alles Spaß.“ Als Siebenjähriger hat sich der Wahl-Rodgauer bereits auf dem Schlagzeug ausprobiert. Bass und E-Gitarre kamen mit zwölf Jahren dran. Schulband, übers Musical zum Gesang und Heavy Metall sind nur einige Stationen, die den Weg zum aktuellen Soloprojekt skizzieren. Gelernt hat der aus Altenstadt in der Wetterau stammende Lufthanseat dabei offensichtlich auch fürs Leben: „In einer Band muss man sich integrieren, das nimmt man mit.“

Im Moment scheinen die Sterne günstig zu stehen für den Frontmann der Lieblingsband: Für Dezember ist das erste Kind angekündigt, ein Töchterchen. Ehefrau Laura hat er passenderweise bei einem Auftritt kennengelernt. Als bei einem Fest nach einer Freiwilligen zum Mitsingen gesucht worden war, landete sie neben dem Lieblingsbandsänger auf der Bühne. Gefunkt habe es, weil er von ihrem Talent und ihrem guten Aussehen begeistert war, erzählt der Musiker.

Weil die Liveauftritte für Lukas Hofmeister ein ganz besonderes Erlebnis sind, ist er froh, dass die Nachfrage nach Veranstaltungen allmählich wieder anzieht. Die Stimmung, die bei den Konzerten entsteht, sei dabei ganz entscheidend. Denn was sich zwischen Band und Publikum abspielt, ist für den Sänger „pure Energie“. (Simone Weil)

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