Rettungseinsatz

Kletterunfall in Kita: Kind eingeklemmt - Feuerwehr setzt Spezialwerkzeug ein

Hier war der Bub eingeklemmt. Auf dem
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In dieser Astgabel war der kleine Junge eingeklemmt.

Ein fünfjähriges Kindergartenkind bleibt beim Klettern in Rodgau im Kreis Offenbach in einem Baum stecken. Um ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien, setzt die Feuerwehr Spezialwerkzeug ein.

  • Ein Kindergartenkind bleibt beim Klettern in Rodgau im Kreis Offenbach in einer Eiche stecken.
  • Das Kita-Personal schafft es nicht den Fünfjährigen zu befreien.
  • Die Feuerwehr Rodgau setzt Spezialwerkzeug ein.

Jügesheim – Mit einem speziellen Hubkissen, das maximal zehn Bar Druck erzeugt, hat die Feuerwehr Rodgau heute gegen 11 Uhr ein Kind in der Katholischen Kita St. Nikolaus an der Landwehrstraße 20 unbeschadet aus einer misslichen Lage befreit. Der Bub war mit seinem rechten Knie beim Klettern in Bodennähe in der Astgabel einer etwa 25 Meter hohen Eiche stecken geblieben. Alle Versuche des Kita-Personals, den Fünfjährigen zu befreien, scheiterten. Also mussten die Feuerwehr und der Rettungsdienst ran.

Knifflige Aufgabe: Feuerwehr Rodgau im Kreis Offenbach rettet Kindergartenkind

„Das Problem bestand darin, die dicken Baumhälften im untersten Bereich der Eiche so weit auseinander zu drücken, dass das Knie frei wird. Zugleich durfte es auf keinen Fall nach unten nachrutschen, sobald wir das Holz ein bisschen gespreizt hatten“, schilderte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Gröschl nach dem Einsatz die knifflige Aufgabe. Sie zu lösen, gelang erst mit dem speziellen Hubkissen, das im Landkreis Offenbach ausschließlich die Feuerwehr Rodgau in ihrem Bestand hat. Hilfreich war auch ein Seil, mit dem das Nachrutschen des Knies verhindert wurde.

„Zum Glück ist nichts weiter passiert“, war Kita-Leiterin Franziska Berblinger-Wolf hernach erleichtert. Der Rettungsdienst habe den Jungen nach dessen Befreiung untersucht und Entwarnung gegeben. Der Kleine konnte wieder zurück in seine Gruppe. „Gott sei Dank!“

Rodgau/Offenbach: Kita-Personal lobt die schnelle Hilfe der Feuerwehr

In ihrer langen Karriere hat die Kita-Chefin nach eigener Erinnerung wegen einer solchen Situation noch nie die Feuerwehr rufen müssen. „Die Kolleginnen im Haus haben schnell und besonnen reagiert und die richtigen Leute zu Hilfe gerufen“, lobt sie ihr Personal und die Rettungskräfte.

Hat der Bub geweint? „Erschrocken war er schon“, sagte die Kitaleiterin. Aber Gummibärchen trugen letztlich zur Beruhigung bei.

Rodgau im Kreis Offenbach: Nachbarn denken zunächst an eine Feuerwehrübung

Für Franziska Berblinger-Wolf hatte der Vorfall – außer dem großen Schrecken – noch einen weiteren schlimmen Aspekt. Irgendjemand in der Nachbarschaft der Jügesheimer Kita drehte von der Rettungsaktion ein Video. „Das ist einer Bekannten von mir sofort zugeschickt worden, die es dann wiederum mir geschickt hat mit der Frage, was bei uns los sei und ob wir gerade eine Feuerwehrübung hätten“, erzählt die Pädagogin. Dass solche Einsätze gefilmt werden, hält sie für „grenzwertig“. In Rodgau im Kreis Offenbach soll Mitte des nächsten Jahres eine neue Kita für 160 Kinder entstehen. (Bernhard Pelka)

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