Testergebnisse stehen aus

Pferdeseuche in Rodgau: Weitere Tiere mit dem Virus infiziert?

In Rodgau wurde ein Fall von Pferdesuche bekannt. Das Veterinäramt sucht nach anderen Tieren, die infiziert sein könnten.
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In Rodgau wurde ein Fall von Pferdesuche bekannt. Das Veterinäramt sucht nach anderen Tieren, die infiziert sein könnten.

In Rodgau wurde ein Fall von Pferdeseuche bekannt. Das Veterinäramt sucht Tiere, die mit dem Wallach in Kontakt waren.

Rodgau – Nachdem Anfang Juni ein Fall der ansteckenden Blutarmut bei Einhufern (Equine Infektiöse Anämie, EIA) festgestellt wurde, sind alle anderen 50 Pferde und Ponys aus dem Sperrbezirk in Jügesheim negativ getestet worden. Zurzeit ermittelt das Veterinäramt des Kreises weitere Einhufer, die seit Oktober 2018 mit dem erkrankten Wallach Kontakt hatten.

Das Hessische Landeslabor in Gießen hatte das Virus bei dem rund 14 Jahre alten Pferd nachgewiesen. Das Tier wurde daraufhin am 2. Juni eingeschläfert, wie es das Tierseuchenrecht vorsieht.

Rund um den Stall des infizierten Tieres westlich von Jügesheim richtete das Veterinäramt eine Sperrzone von einem Kilometer Radius ein. Ohne Erlaubnis dürfen weder Pferde in den Sperrbezirk hinein- noch aus ihm hinausgebracht werden. Schilder weisen auf den Sperrbezirk hin.

Alle 50 Einhufer in diesem Gebiet wurden umgehend auf das EIA-Virus getestet. Darüber hinaus wurden neun weitere Pferde getestet, die mit dem Wallach in Kontakt gekommen waren. Ein Test fiel negativ aus, bei acht steht das Ergebnis noch aus.

Die Suche nach weiteren Kontakt-Tieren ist nicht einfach, weil nicht alle Turnierlisten vollständig vorliegen. Das Veterinäramt bittet deshalb alle Pferde- und Ponybesitzer, deren Tiere sich seit Oktober 2018 wegen einer Veranstaltung oder aus anderen Gründen auf dem Hof im Westweiler 1 aufgehalten haben, sich per E-Mail (veterinäramt@kreis-offenbach.de) zu melden.

Alle beprobten Tiere im Sperrbezirk müssen nach 90 Tagen noch ein weiteres Mal auf EIA getestet werden. Das gilt auch für alle Einhufer, bei denen der Kontakt zu dem betroffenen Pferd weniger als 90 Tage zurückliegt. Erst wenn diese Testergebnisse vorliegen, entscheidet das Veterinäramt über weitere Schritte. Der Sperrbezirk bleibt mindestens bis Anfang September bestehen.

Weitere Informationen zur ansteckenden Blutarmut bei Einhufern und dem Sperrgebiet stellt der Kreis Offenbach im Internet bereit. eh

Infos im Internet: kreis-offenbach.de/eia

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