Programm zur Kommunalwahl: Ökonomie, Ökologie, Finanzen und Soziales auf Lebensqualität ausrichten

SPD: Rodgau soll jünger werden

Dieter Lindauer vor der Photovoltaikanlage der Kläranlage Weiskirchen.
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Seit 2013 (damals noch unter Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer, Foto) kommt der Strom für die Kläranlage in Weiskirchen per Photovoltaikanlage vom Dach des Betriebs selbst. Sie deckt 91 Prozent des Bedarfs. Solche Formen der Energiegewinnung möchte die SPD verstärkt fördern.

Die SPD Rodgau kündigt in ihrem Wahlprogramm an, weiteren bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dies gehöre zur „Daseinsfürsorge einer Stadt“. Deshalb sollen weiterhin drei Millionen Euro für städtische Wohnungsbauprojekte bereitgestellt werden. Ein Teil der Grundstücke solle in Erbpacht vergeben werden, um junge Familien ohne Eigenkapital und geringem Einkommen zu unterstützen.

Rodgau - Weitere Ziele der Genossen sind: „Wir wollen verstärkt Ökonomie, Ökologie, Finanzen und Soziales so aufeinander abstimmen, dass unser Gemeinwohl davon profitiert und mehr Lebensqualität in Rodgau geschaffen wird.“ Dazu gehöre die Förderung regenerativer Energieerzeugung vor Ort, „damit die Erträge daraus der Rodgauer Bevölkerung zugutekommen“. Es gelte überdies, mit einer ausgewogenen Stadtentwicklungspolitik den sozialen und demografischen Bevölkerungsmix zu erhalten und damit dazu beitragen, dass Rodgau jünger wird.

Mobilität genieße einen hohen Stellenwert. Zur Reduzierung des Autoverkehrs innerorts werde die SPD für ein verändertes Nutzungsverhalten dahingehend werben, dass die Bürger Kurzstrecken in der Stadt vermehrt mit dem Fahrrad zurücklegen. „Hierfür wollen wir das innerstädtische Fahrradnetz verbessern und Fahrradstraßen ausweisen, auf denen der Fahrradverkehr Vorrang vor dem Auto besitzt.“ Auch setze sich die Partei für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ein.

In Corona-Zeiten zeige sich die Bedeutung von digitalem Unterricht. „Deshalb müssen wir nicht nur in den Gewerbegebieten Glasfaserkabel verlegen, sondern auch in den Wohngebieten, damit alle Bürgerinnen und Bürger davon profitieren und die Schülerinnen und Schüler für Homeschooling gewappnet sind.“ Dabei sei es wichtig, dass der Zugang zur Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein dürfe. Das Motto müsse vielmehr lauten: In Rodgau darf kein Kind benachteiligt werden. Die Sozialdemokraten setzen sich deshalb für eine kostenlose Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen ein.

SPD Rodgau will Schulsozialarbeit an allen Schulen ausbauen

Bildung aber beginne nicht erst in der Schule. Daher sei bereits in Kinderbetreuungseinrichtungen eine optimale frühkindliche Bildung zu gewährleisten. „Ebenso wollen wir die Schulsozialarbeit an allen Schulen ausbauen“, heißt es im Wahlprogramm weiter.

Um den CO2-Ausstoß zu verringern, will die SPD die regionale Kreislaufwirtschaft stärken – unter anderem mit dem Ausbau der Rodgauer Wochenmärkte und Hofläden. Daher müsse im Ortskern von Jügesheim der Autoverkehr reduziert werden, um mehr Anziehungskraft für Kunden des Marktes, des Einzelhandels, aber auch für spontane Begegnungen zum Flanieren und als Ruheraum für die Besucher von Cafés zu entwickeln.

„Gleichzeitig gilt es, durch mehr Grün in Innerortslagen neue Aufenthaltsräume zu schaffen. Wir wollen bei den Entwicklungsprojekten dafür sorgen, dass in den Stadtteilen größere zusammenhängende attraktive Grün- und Parkflächen zur Erholung und Freizeitnutzung entstehen oder erhalten bleiben. Ebenso wollen wir eine rasche Wiederaufforstung unseres Waldes mit Bäumen, die dem Klimawandel eher trotzen können.“

Handel, Gastronomie und die Kulturschaffenden sollen mit weiteren Maßnahmen – wie den im Dezember beschlossenen – bei der Überwindung der Coronafolgen unterstützt werden.

Rodgau: familienfreundlichste Stadt im Kreis Offenbach

Rückblickend stellen die Sozialdemokraten fest: „Rodgau hat sich in den vergangenen Jahren zu einer jungen, modernen und dynamischen Stadt entwickelt. Dies zeichnet sich durch Wachstum in den verschiedensten Bereichen aus. Ob Gewerbe, Wohnungsbau, Infrastruktur und vieles mehr, überall geht es voran. Rodgau ist interessant geworden für die Ansiedlung von Gewerbe und den Zuzug junger Familien. Der Ruf Rodgaus als familienfreundlichste Stadt im Kreis Offenbach wurde gefestigt.“  (bp)

Mehr Informationen im Netz auf der Wahlkampfseite der SPD Rodgau: rodgau.jetzt

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