Tierschützer helfen jetzt mit Maske

Unterstützung der „Aktion Rehkitz“ ist trotz Virus gefragt

Mit Mundschutz und Abstand üben die Multikopter-Piloten die Arbeit mit der fliegenden Kamera.
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Mit Mundschutz und Abstand üben die Multikopter-Piloten die Arbeit mit der fliegenden Kamera.

In Rodgau helfen die Tierschützer von der „Aktion Rehkitz“ jetzt mit Maske. Denn Hilfe ist trotz Corona gefragt.

Rodgau – Die Hilfe des Vereins „Aktion Rehkitz“ ist trotz der Corona-Pandemie gefragt. Seit fünf Jahren suchen ehrenamtliche Helfer in Wiesen nach jungen Wildtieren, damit sie beim Mähen nicht getötet oder verstümmelt werden. Auch in der begonnenen Mähsaison berichtet der Verein von Anfragen der Landwirte und Jagdaufseher. Die Suche ist notwendig, weil Rehkitze keinen Fluchtreflex entwickelt haben. Wenn sich ein Traktor nähert, ducken sie sich und bleiben sitzen. Der Landwirt kann die Tiere im hohen Gras nicht rechtzeitig erkennen.

Angesichts der Corona-Pandemie hat der Vorstand der „Aktion Rehkitz“ mit dem Gesundheitsamt des Kreises Offenbach eine Regelung vereinbart, die die Gesundheit der Helfer schützt und den Belangen der Rehkitzrettung gerecht wird. Demnach dürfen die Ehrenamtlichen in Gruppen die Wiesen durchsuchen. Das Gesundheitsamt empfiehlt Mundschutz und Abstand, schreibt aber keine Gruppengröße vor.

Der Rat der „Aktion Rehkitz“ ist auch über Rodgau hinaus gefragt. So fragte ein Mitarbeiter eines Straßenbauamtes am Rhein in Rodgau nach, wie er bei der Mahd eines begrünten Schutzwalls auf Jungtiere Rücksicht nehmen kann.

Ein regionaler Fernsehsender will Suchaktionen begleiten. Der Verein sieht darin eine Chance, der Rehkitzrettung im Rhein-Main-Gebiet mehr Gehör zu verschaffen und Bürgern die Natur näher zu bringen. Vorsitzender Thomas Köthe hat kürzlich auch mit einem Team der ZDF-Sendung „Logo“ einen Drehtermin vereinbart.

Die Piloten der vereinseigenen Multikopter mit Wärmebildkamera haben sich auf ihre Einsätze vorbereitet. Mit zwei Fluggeräten sei der Verein bestens ausgestattet, betont das zuständige Vereinsmitglied Markus Wrobel.

Zurzeit sammelt der Verein Spenden, um eine höher auflösende Wärmebildkamera für einen der beiden Multikopter anzuschaffen. Die Spendenkonten: DE49 5085 2651 0155 0207 46 (Sparkasse Dieburg), DE07 5065 2124 0005 1332 36 (Sparkasse Langen-Seligenstadt) und DE46 5056 1315 0008 8161 66 (VVB Maingau).

Darüber hinaus freut sich die „Aktion Rehkitz“ über Tier- und Naturfreunde, die sich dem Verein anschließen und helfen wollen. Interessierte können sich per E-Mail an info@aktion-rehkitz.de melden. eh

Infos im Internet: aktion-rehkitz.de

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