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Während Corona: Zeit zum Renovieren – Probenraum wie neu

Es wurde höchste Zeit, dass der Ansingraum im Bürgerhaus Dudenhofen einmal renoviert wird. Die Beteiligten nahmen – mit Abstand – jetzt die Baustelle ab. Foto: pelka
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Es wurde höchste Zeit, dass der Ansingraum im Bürgerhaus Dudenhofen einmal renoviert wird. Die Beteiligten nahmen – mit Abstand – jetzt die Baustelle ab. 

Der Probenraum im Bürgerhaus in Rodgau-Dudenhofen war lange renovierungsbedürftig. Jetzt nimmt die Stadt Geld in die Hand.

Rodgau – Der Ansingraum im Bürgerhaus gehört zu den Proberäumen in Dudenhofen schlechthin. Diesem Status wurde die Innenausstattung allerdings schon lange nicht mehr gerecht. 1978 zusammen mit dem Bürgerhaus in Betrieb genommen, war seither – bis auf den einmaligen Tausch des Teppichbodens und die jährliche Grundreinigung – nichts renoviert worden. Jetzt hat die Stadt dafür richtig Geld in die Hand genommen. Unter Regie des Fachbereichs technische Gebäudewirtschaft sanierten Handwerker binnen vier Wochen den gesamten Raum. Am Ende stehen dafür 23 500 Euro auf der Rechnung.

Erster Stadtrat Michael Schüßler, Männerchor-Ehrenvorsitzender Werner Seib und weitere Beteiligte nahmen jetzt die renovierte Fläche in Augenschein. Allein die Chöre (Männerchor, Cantiamo, Frauenchor, Volks-chor) üben dort mit mehr als 200 Personen. Hinzu kommen die Satzproben des Musikvereins. Der Skatclub reizt dort regelmäßig. Und die benachbarte Kita 14 ist froh darüber, morgens und nachmittags mit den Krabbelgruppen unterzukommen.

Die Pandemie spielte dem Projekt in die Hände. Alle Termine der Vereine sind gestrichen, der Raum ist geschlossen. Die Handwerker (und der Hausmeister, der ebenfalls Hand anlegte,) hatten freie Bahn. Und das in aller Ruhe. Die Stadt achtete darauf, dass immer nur eine einzige Firma werkelte. Erst wenn sie abgezogen war, kam die nächste.

Was ist neu? Statt Neonröhren erhellen jetzt LEDs den Raum. Sie sind in einzelne Schaltkreise getrennt. Das spart Strom. Es gab neue Steckdosen und Schalter, die alte Notbeleuchtung musste raus, Maler zogen eine Schallschutzdecke ein und spachtelten, grundierten und weißten die Wände. Der Estrich wurde teils neu aufgebaut. Erst dann konnte der frische Boden in Holzoptik (Polyurethan im Plankenformat) darauf.

Früher war eine Übertragung von Veranstaltungen live in den Ansingraum möglich. Das hatte den Charme, dass Künstler, die sich dort auf ihren Auftritt vorbereiteten, genau wussten, wann sie an der Reihe sind. Die alten Elektroleitungen hierfür sind noch vorhanden. Sie werden überprüft und zusammen mit einer Lautsprecherbox wieder in Betrieb genommen.

Traditionell hingen in dem kleinen Saal Bilder und Ehrenzeichen der Vereine. Das Sammelsurium soll es in dieser ungeordneten Form nicht mehr geben. Es wird vielmehr daran gedacht, eine Art Bilder- und Ahnengalerie zusammenzustellen.

Stadtrat Schüßler lobte das Projekt als „gelungenes Beispiel für ein partnerschaftliches Miteinander“. Er spielte damit darauf an, dass alle Beteiligten an der Sanierungsplanung mitgewirkt haben. Sehr gefreut habe ihn aber nicht nur das gute bauliche Ergebnis, sondern auch die positive Resonanz seitens des Männerchors.

Wann der Raum wieder genutzt werden kann, ist derzeit offen. Aktuell ist das Singen in geschlossenen Räumen noch untersagt. Der Männerchor überlegt nun, ob er in den Sommermonaten mit den Proben (immer natürlich auf Abstand) ins Freie ausweicht – zum Beispiel an die Waldfreizeitanlage Gänsbrüh.

bp

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