Zusammen mit Bürgern (ZmB) stellt sein Programm für die Kommunalwahl am 14. März vor

Rodgau: Wahlverein fordert Augenmaß beim Bauen

Das Luftbild zeigt das geplante Baugebiet Rodgau-West zwischen Jügesheim und Hainhausen.
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Beim Wohnungsbau solle die Stadt Rodgau auch an die Infrastruktur denken, fordert der Wahlverein „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB). Das Luftbild zeigt das Areal, auf dem das Wohngebiet Rodgau-West zwischen Jügesheim und Hainhausen entstehen soll.

Seine Ziele für die nächste Legislaturperiode in Rodgau hat der Wahlverein „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) konkretisiert. Wie Pressesprecher Johannes Pickert mitteilte, kristallisierten sich zwölf wichtige Aspekte heraus, die es in der nächsten Wahlperiode anzugehen gilt. Neuer Wohnraum sei notwendig, aber was vernachlässigt worden sei, „ist die parallele Entwicklung der Infrastruktur wie Verkehrssysteme, Kindergärten, medizinische Versorgung usw.“

Rodgau - Für ZmB sei es nicht nachvollziehbar, in welchem Maße die Innenstadtverdichtung vorangetrieben werde. Ein altes Zweifamilienhaus werde abgerissen und ein Achtfamilienhaus entstehe an der gleichen Stelle. Dadurch vervielfache sich das Verkehrsaufkommen, die Park- und andere Infrastrukturproblematik. „Mit uns werden Bauvorhaben moderat und mit Augenmaß geschehen“, schreibt Pickert.

ZmB: Rodgau braucht ein umfassendes Verkehrskonzept

Bei den Themen Verkehr und Mobilität steht ZmB zurForderung nach einem umfassenden Verkehrs-/Mobilitätskonzept: Fußgänger, Radfahrer, S-Bahn, Busse, Hopper sowie Pkw- und Lkw-Verkehr müsste zukunftsorientiert harmonieren. Eine Umwidmung der alten B  45 werde erst nach Fertigstellung der Rodgau-Ringstraße und des Durchstichs möglich, um so verkehrsberuhigte Zonen in den Stadtteilzentren entstehen zu lassen.

Nach dem Wunsch von ZmB soll es ausreichend behinderten- und seniorengerechte Angebote für Wohnungen, Seniorenheimplätzen, Hilfs- und Freizeitangebote geben. Die Mobilität dieser Gruppe soll durch kostenlose Busfahrten im Stadtgebiet verbessert werden.

Die rechtzeitige Bereitstellung von Kindertagesstätten in Neubaugebieten lässt zu wünschen übrig. Deswegen müsse Erziehungspersonal in Rodgau ausgebildet werden, um den eigenen Bedarf besser decken zu können.

Medizinische Versorgung bleibt in Rodgau ein Thema

Zur Infrastruktur zählt auch die ärztliche Versorgung. Dass in Rodgau ein Mangel an Fachärzten herrscht, ist offensichtlich. Deswegen soll mit „innovativem Denken und Handeln die medizinische Versorgung Rodgaus“ verbessert werden.

Weil Grün- und Erholungsflächen auch im Stadtgebiet wichtig und Orte des Zusammenkommens und der Kultur sind und dem Austausch von Frischluft dienen, soll der Maßnahmenkatalog zum kommunalen Klimaschutz umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Beschluss zur Erstellung eines Energiekonzeptes der Stadt zu sehen, das bis heute noch nicht erstellt wurde.

Leider sei der Bekanntheitsgrad von Rodgau erschreckend niedrig, obwohl die Stadt verkehrstechnisch hervorragend im Rhein-Main-Gebiet angebunden ist. Dies führe leider dazu, dass Gewerbebetriebe Rodgau bei der Standortsuche außer Acht lassen. Die gegenwärtige Situation sei für den Einzelhandel Gift und somit verschlechtere sich die Situation in den Stadtteilzentren. Deswegen seien neue Ideen und Visionen gefragt.

„Rodgau kann mehr“

In der Pressemitteilung heißt es: „Rodgau hat Schulden von etwa 130 Millionen Euro und leider werden es laut Haushaltsplan noch um 20 Millionen Euro mehr in den nächsten vier Jahren. Unsere Stadt überträgt in die neue Wahlperiode eine schwere Last. Altschulden, Investitionsrückstand, insbesondere ein großer Reparaturstau, eine große Verwaltung und die Stadtwerke. In den nächsten Jahren ist über die Auswirkungen der Grundsteuerreform zu befinden und zu entscheiden.“ Man werde sich dafür einsetzen, dass das künftige Steueraufkommen der Grundsteuer der heutigen Lage entspreche. Die Reform dürfe nicht genutzt werden, eine höhere Grundsteuer zu verlangen.

„Alle Konzepte und Untersuchungen könnten sich wunderbar in einen Masterplan eingliedern, den wir schon seit zehn Jahren fordern“, so Horst Böhm, Vorsitzender des Wahlvereins. „Dieser Plan stellt eine Vision unserer Stadt für das Jahr 2040 dar. Wenn wir wissen, wo wir hinwollen, finden wir auch einen Weg. Rodgau kann mehr ...“  (siw)

Mehr Informationen im Netz auf der Seite des Vereins „Zusammen mit Bürgern“: zmb-ev.de

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