Konkreter Plan

Gute Nachrichten: Freizeitpark kommt ins Gewerbegebiet

Die Bauvoranfrage wurde positiv beschieden. Jetzt wirbt der Bauherr für seinen Freizeitpark in Weiskirchen.
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Die Bauvoranfrage wurde positiv beschieden. Jetzt wirbt der Bauherr für seinen Freizeitpark in Weiskirchen.

Zuletzt gab es zwar negative Nachrichten in Rodgau, doch nun tut sich in Sachen Freizeitpark in Weiskirchen etwas.

  • Gute Nachrichten vom Gewerbegebiet W 18 in Rodgau.
  • Das erste konkrete Bauvorhaben ist fix.
  • Ein Freizeitpark soll in Weiskirchen etabliert werden.

Rodgau - Es wird nichts mit der Tierklinik, die sich im neuen Gewerbegebiet W 18 neben der Selgros in Rodgau ansiedeln wollte. Auch ein mittelständischer Betrieb aus Rodgau zog sein Interesse wegen Corona-Folgen zurück. Und trotzdem gibt es für das inzwischen von Straßen erschlossene Neubaugebiet positive Signale. Die Odila Grundinvest hat 5 000 der insgesamt 70 000 Quadratmeter Entwicklungsfläche gekauft und möchte dort einen Freizeitpark etablieren. Es ist das erste konkrete Bauvorhaben dort.

Es geht voran im Neubaugebiet W 18 in Rodgau. Die Odila Grundinvest GmbH baut dort einen Freizeitpark. Die Firma ist zwar erst 2011 gegründet worden. Inhaber Karl-Heinz Stein (68) ist nach eigenen Angaben aber schon seit Jahrzehnten in dieser Branche tätig. In dem Familienunternehmen aus Heidelberg arbeitet jetzt bereits die dritte Generation an Unterhaltungs-Projekten von gehobenem Niveau. „Spielautomaten werden sie bei uns nicht finden“, versichert Stein.

Rodgau: Freizeitpark in Gewerbegebiet kommt

Vertreten ist seine Familie mit Bowlingcentern zum Beispiel in Schwetzingen, Baden-Baden und Bensheim. 50 Rätselräume (Escape-Rooms) in mehreren Bundesländern laden Kunden zum gemeinsamen Lösen von kniffligen Aufgaben ein.

Der Freizeitpark in Rodgau wird eine Fläche von 2 000 Quadratmeter haben. Der Betrieb mit Gastronomie (70 Plätze innen), zwölf Bowlingbahnen, 3D-Minigolf (mit Schwarzlicht), mehreren Rätselräumen und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten (U-Boot-Fahrt) steht auf Stelzen. Darunter parken Autos. Die restlichen 3 000 Quadratmeter Grundstück dienen Parkplätzen (1 500 Quadratmeter) und sind Grünfläche.

Rodgau: Baubeginn des Freizeitpark soll Ostern oder Pfingsten sein

Baubeginn in Rodgau soll Ostern/Pfingsten 2021, der reguläre Betriebsstart mit Publikum im November 2021 sein. „Die Bauvoranfrage wurde positiv beschieden“, ist Stein zuversichtlich, den Terminplan halten zu können. Trotz Pandemie ist ihm nicht bange ums Geschäft. ,,Jeder will irgendwann sein altes Leben wieder zurück haben. Man wird sich arrangieren. Darauf vertrauen wir.“

Zielgruppe des Freizeitparks sind Privatleute, aber auch zu einem beträchtlichen Teil Firmen für Betriebsfeiern, Familien (Geburtstage) und Reisegruppen, die in Bussen kommen.

Rodgau: Escape-Rooms sind sehr beliebt

Firmen nutzen schon heute Steins Rätselräume für teambildende Maßnahmen. „Man muss in einer kleinen Gruppe Aufgaben lösen, um aus den Räumen heraus zu kommen. Wobei jeder den Raum jederzeit verlassen könnte, sofern das nötig würde. Keiner wird eingesperrt. Ziel ist es aber, durch die Gemeinschaftsleistung beim Rätselraten aus dem Raum heraus zu kommen“, erläutert der Unternehmer.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann ist von dem Projekt sehr angetan und sagt: „Da stehe ich voll dahinter.“ Der Rathaus-Chef von Rodgau zerstreut Bedenken, dass in diesem Fall für einen Trend, der womöglich in wenigen Jahren vorbei sein könnte, wertvolle Gewerbefläche hergegeben werde. Aufgabe der Stadt sei es, „Angebote in allen Bereichen und für alle Bevölkerungsgruppen zu generieren“. Warum nicht also hochwertige Unterhaltung etwa für Familien und Firmen?

Für solche Angebote würden junge Rodgauer heute nach Frankfurt fahren müssen. „Da ist es doch besser, sie finden so etwas vor der eigenen Haustür.“ Im Übrigen gebe es „eine gute Zahl weiterer Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen“, die aktuell Interesse am W 18 hätten. „Die Vielfalt wird gewahrt bleiben. Da sind wir gut aufgestellt.“ (Von Bernhard Pelka)

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