Stadtteil Dudenhofen

Park-Chaos sorgt für Ärger: Stadt will Maßnahmen ergreifen

Auf beiden Seiten zugeparkt: Gehwegparken ist nicht erlaubt, wird aber an der Dr.-Weinholz-Straße geduldet. Trotzdem reicht die Fahrbahnbreite nicht für Gegenverkehr. Ein Gutachter schlägt vor, diese Straße zur Fahrbahnstraße zu machen.
+
Rodgau, Stadtteil Dudenhofen: Gehwegparken ist nicht erlaubt, wird aber an der Dr.-Weinholz-Straße geduldet. Trotzdem reicht die Fahrbahnbreite nicht für Gegenverkehr. Ein Gutachter schlägt vor, diese Straße zur Fahrbahnstraße zu machen.

Die Gehwegparker in Dudenhofen sollen bald verschwinden. Das hat sich die Stadt Rodgau vorgenommen. Aber wo und wie sollen Autofahrer künftig parken?

Rodgau – Ein Parkraumkonzept für Dudenhofen liegt als Entwurf im Rathaus vor. Die Stadt Rodgau will es in den nächsten Wochen zur Diskussion stellen. In einer Online-Bürgerveranstaltung am Mittwoch, 28. Juli, um 19 Uhr stellt das Planungsbüro R + T das Konzept vor. Danach ist Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Ideen zu äußern. Interessierte können sich auf den Internetseiten zum Stadtumbau über den Button „Mitmachen“ einwählen.

Vom Kurzzeitparken bis zur Fahrradstraße in Rodgau enthalte das Konzept „einen ganzen Blumenstrauß der Möglichkeiten“, kündigt Bürgermeister Jürgen Hoffmann an.

Keine Parkgebühren in Dudenhofen: Denn das hält Gehwegparker in Rodgau auch nicht auf

Geplant ist unter anderem, Parkstände auf der Nieuwpoorter Straße in Dudenhofen einzuzeichnen – ähnlich wie vor einem Jahr in Jügesheim. Außerdem schlägt der Gutachter vor, die Dr.-Weinholz-Straße als Fahrradstraße auszuweisen; Ausnahmen, zum Beispiel für Rodgauer Anlieger, wären möglich.

Eine Sorge nimmt Hoffmann den Bürgern schon jetzt. „Es wird nicht um Parkgebühren gehen.“ Das bestätigt auch Erster Stadtrat Michael Schüßler. Der Gutachter äußere sich eindeutig: Mit Kostendruck sei in diesem Quartier in Dudenhofen nichts zu gewinnen.

Die blaue Zone im Umfeld der S-Bahn-Station sorgt dafür, dass Berufspendler die offiziellen P+R-Parkplätze nutzen.

Stadt Rodgau will breite Bürgerbeteiligung im Kampf gegen die Gehwegparker in Dudenhofen

Der Magistrat strebe eine breite Bürgerbeteiligung an, betont Schüßler: „Wir reden hier über den Mittelpunkt eines Stadtteils. Und wir reden über Aufenthaltsqualität, Stadtgestaltung und Stadtentwicklung.“ Dabei spielten auch die Gewohnheiten und Interessen der Anwohner eine Rolle. „Wir werden widerstreitende Interessen haben“, erwartet der Erste Stadtrat.

Theoretisch könne die Straßenbehörde von sich aus neue Parkregeln anordnen, so Schüßler weiter. Es sei aber sinnvoller, die Bürger einzubeziehen. „Es geht auch darum, dass alle politischen Gremien gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagt Bürgermeister Hoffmann. Die Bürgerbeteiligung ist auch eine Voraussetzung dafür, Landeszuschüsse zum Stadtumbau zu erhalten.

Rodgau: Illegales Parken ist das größte Problem

Das Parkkonzept sollte ursprünglich den Parkdruck und Parkplatzsuchverkehr verhindern. Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass illegales Parken das größere Problem darstellt. So auch am Mittwoch um 10.30 Uhr: An der Dr.-Weinholz-Straße parkten 46 Autos, zwei Kleinlaster und sechs Anhänger, alle mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig.

„Wir haben vor, den Beteiligungsprozess über den Sommer durchzuführen und die Septembersitzung der Stadtverordnetenversammlung zu erreichen“, kündigt der Erste Stadtrat an. Die ersten Schritte des Parkraumkonzepts könnten dann noch in diesem Jahr in die Tat umgesetzt werden. (Ekkehard Wolf)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare