Rodgauer Hilfe

Rotarier engagieren sich für schlecht ausgestattete Kliniken in Ghana

Dr. Hans-Georg Jester schult eine Ärztin in einem Krankenhaus in Ghana am Ultraschallgerät.
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Dr. Hans-Georg Jester schult eine Ärztin in einem Krankenhaus in Ghana am Ultraschallgerät.

Der 2005 gegründete Rotary-Club Rodgau unterstützt seit mehr als zwölf Jahren ein Hospital in Ghana. Es flossen bisher rund 120 000 Euro Spenden. Daneben leistet der Club aber vor allem personelle Unterstützung vor Ort.

Rodgau – Zuletzt wurde ein Labor mit neuer Technik ausgestattet. Überdies erhielt eine Klinik ein Gerät, mit dem das Personal Coronatests machen kann. Nach seiner Pensionierung als Chefarzt der Asklepios-Klinik Seligenstadt ging Dr. Hans-Georg Jester, Gründungspräsident des Rotary- Clubs Rodgau, als Internist für die „German Rotary Volunteers Doctors“ (GRVD) erstmals 2008 in einen freiwilligen Einsatz in das St. Dominic’s Hospital nach Akwatia (Ghana). Seither war er jedes Jahr auch in zwei anderen Hospitälern tätig.

Mit Spenden seines Rotary-Clubs konnte er 2013 in Akwatia und 2016 im Holy Family Hospital Nkawkaw eine Endoskopie-Abteilung aufbauen. Ärzte und Schwestern wurden mithilfe des Fördervereins und des jetzigen Chefarztes Dr. Stergiou in die Asklepios-Klinik Seligenstadt zum Training eingeladen und an den Geräten aufgeklärt. Seither sind auch in den beiden Hospitälern weitere Ärzte ausgebildet worden, sodass ein großer Fortschritt mit westlichen Standards in Diagnostik und Therapie dank der Aus- und Weiterbildung erreicht werden konnte, die Dr. Jester dort mit weiteren Kollegen leistet. Unter anderem erteilt er den jungen Ärzten regelmäßig Unterricht in der Ultraschalltechnik.

Während seiner Tätigkeit hatte Dr. Jester 2018 festgestellt, dass sich die Geräteausstattung des Hospitals in Akwatia in einem nicht mehr vertretbaren technischen Zustand befand. Mit finanzieller Hilfe des Rotary Clubs Rodgau und zweier weiterer benachbarter Rotary-Clubs, des Vereins „Ärzte für Afrika“, der GRVD und des Rotary-Clubs Accra-Dansoman gelang es, zur neuen Ausstattung des Labors im St. Dominic Hospital Akwatia eine Förderung in Höhe von 93 500 US-Dollar zu bekommen. Das Labor mit den neuen Geräten wurde jetzt eingeweiht. Etwa zeitgleich erhielt Dr. Jester einen Hilferuf aus dem St. Dominic’s Hospital, weil auch dort ein Patient an einer Corona-Infektion leidet. Tests können nur in der Hauptstadt Accra durchgeführt werden. Auf Testergebnisse muss man aber drei Wochen warten. Um die Versorgung für rund 130 000 Menschen im Einzugsgebiet des Hospitals zu gewährleisten, haben die Rotary-Clubs Rodgau und Dreieich-Isenburg, der „Verein Ärzte für Afrika“ und private Spender zur Anschaffung eines Spezialgeräts der Firma Heraeus aus Hanau 15 000 Euro Spenden aufgebracht. Jetzt kann das Gerät  in Ghana gekauft und eingesetzt werden. (bp)

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