Kulinarische Woche an der Radsporthalle zum 25. Mal in bewährter Qualität

Rodgauer Vereinsköche mit Leidenschaft

Die Gäste der Sportfreunde ließen es sich am ersten Abend der kulinarischen Woche gut gehen.
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Die Gäste der Sportfreunde ließen es sich am ersten Abend der kulinarischen Woche gut gehen.

Es gibt Flusskrebse auf Blattsalat, Wiener Tafelspitz oder auch mal einen ganzen Ochsen am Spieß: Die kulinarische Woche der Sportfreunde Rodgau bringt seit 25 Jahren besondere Gerichte auf den Tisch - immer in der leBesonderes ist ein. Sie findet in der letzten Ferienwoche statt – in diesem Jahr zum 25. Mal.

Jügesheim - Der Radfahrerverein Germania hatte die Veranstaltung als „kulinarische Sportwerbewoche“ ins Leben gerufen: Im Zelt konnte man speisen, in der Radsporthalle gab es Vorführungen in Kunstradfahren, Radball & Co.

Profi-Koch Jürgen Herr, zeitweise Vorsitzender des Vereins, wollte die Gäste nie mit Standardkost abspeisen: „Kulinarisch heißt für mich Topqualität – das, was die anderen nicht machen.“

Zu speziellen Anlässen durfte es gern mal etwas Besonderes sein: zum Beispiel Ochs am Spieß, Hummer Thermidor oder ein riesiger Schwertfisch, der im Ganzen zubereitet und dann portionsweise serviert wurde.

Der Ochse, der zehn Stunden lang auf einem gigantischen Spezialgrill garte, war für Jügesheim ungewöhnlich, ging für den Verein finanziell aber Null auf Null aus. „Es war eine Herausforderung“, sagt Jürgen Herr: „Wir wollten zeigen, dass wir das auch können.“

Einen derart hohen Wareneinsatz wollten die Sportfreunde im zweiten Corona-Jahr nicht riskieren. Dennoch hält auch die 25. kulinarische Woche ein paar ausgefallene Gerichte bereit – „in einem Preissegment, das sich jeder erlauben kann“.

Am Freitag allerdings ist die Speisekarte wie immer bayerisch eingefärbt. Das Publikum will es so. Herr: „Freitags gibt es Schweinshaxe. Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus.“

Das Küchenteam arbeitet mit Können und Leidenschaft. „Die Gäste merken, ob man es gern macht“, ist Jürgen Herr überzeugt. Das gelte für alle Mitarbeitenden von der Küche über die Speisenausgabe bis zur Cocktailbar. Das Qualitätsversprechen stellt hohe Anforderungen an die Küchencrew, damit Gargrad und Aroma stimmen: „Bei der Kuliwoche muss die Qualität um 18 Uhr genauso gut sein wie um 21 Uhr. Das ist anders als wenn man zuhause kocht.“

Mit dem Start der kulinarischen Woche ist Sportfreunde-Vorsitzender Rudi Ott rundum zufrieden: „Für den Verein und die Gäste ist es super gut gelaufen. Unsere Stammgäste haben sich riesig gefreut, dass sie wieder zur Kuliwoche kommen können.“ Der Verein habe noch mehr auf Sicherheit geachtet als vorgeschrieben sei.

Im nächsten Jahr möchten die Sportfreunde schon an ihrer neuen Sporthalle feiern. Technische Pannen wie in den letzten 25 Jahren sollen dann Vergangenheit sein. Jürgen Herr erinnert sich noch gut an das Jahr, als sich zehn Spanferkel gleichzeitig über der Holzkohleglut drehten – bis der Strom ausfiel. Ein anderes Mal setzte ein Unwetter das Festzelt unter Wasser. Mit vereinten Kräften war eine Stunde später alles wieder trocken und die Gäste fragten: „Hat es bei euch denn nicht geregnet?“ (eh)

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