Rodgau

Schlecker-Räuber legten Geständnisse ab

Mit Geständnissen endete der erste Prozesstag vor dem Landgericht Darmstadt gegen zwei junge Rodgauer, die für eine Raubserie im vergangenen April verantwortlich sind.

Rodgau (bp) - Die 24 und 22 Jahre alten Männer hatten zunächst den Schlecker in Jügesheim, dann den Plus-Markt dort, die Jet-Tankstelle und schließlich am 23. April die Bauder-Filiale in Weiskirchen an der Pfarrgasse ausgeraubt. Mit Masken getarnt, versetzten sie die Angestellten in Angst und Schrecken und bedrohten diese mit einer Schreckschusspistole, die allerdings auch leicht für eine scharfe Waffe gehalten werden konnte. Beute insgesamt: 2 500 Euro.

Die Gelegenheitskonsumenten von Drogen räumten die Vorwürfe weitgehend ein, die ihnen der Staatsanwalt gemacht hatte. Am 21. Januar wird der Prozess mit der Anhörung von Zeugen und eines Sachverständigen fortgesetzt. Womöglich ist dann auch schon ein Urteil zu erwarten. Das Gesetz bedroht den Raub unter Waffengewalt mit Strafen von fünf Jahren aufwärts. Möglich ist im aktuellen Fall aber auch eine mildere Strafe, da beide Täter bisher lediglich als Jugendliche wegen Kleinigkeiten (Schwarzfahren) mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.

Schnell war der Polizei nach den ersten Überfällen klar, dass es sich um Ganoven aus der näheren Umgebung handeln muss. Schließlich fuhren die Räuber jedesmal mit Fahrrädern am Tatort vor und flohen auch auf den Velos. Die Handschellen klickten im Juni in der Wohnung der Verdächtigen in einem Hochhaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße. Aufgefallen waren die Männer, da sie von ihren Taten geprahlt hatten. Das konnte nicht lange gut gehen . . .

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