Mit Schokolade wie ein Held

Gartenstadtschüler wollen Welt ein bisschen besser machen

St. Martin war ein Held: Dass Teilen Spaß und die Welt besser macht, finden die Gartenstadtschüler der 4a. Sie sammelten tafelweise Schokolade, um sie an die Tischgäste der Suppenküche zu spenden.
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St. Martin war ein Held: Dass Teilen Spaß und die Welt besser macht, finden die Gartenstadtschüler der 4a. Sie sammelten tafelweise Schokolade, um sie an die Tischgäste der Suppenküche zu spenden.

Die Welt ein bisschen besser machen. Das haben sich Gartenstadtschüler der 4a vorgenommen. Eine Initiative, die gerade in der Adventszeit gut ankommt.

Nieder-Roden – Angeregt durch Veranstaltungen zum Martinsfest haben die Schülerinnen und Schüler in der Klasse 4a und in einigen Ethikgruppen begonnen, sich Gedanken darüber zu machen, was hinter dem Brauch und der Idee vom Teilen steckt. Für die Grundschüler ist der heilige Martin wegen seiner spontanen Entscheidung, zu helfen, ein Held. So wie Spiderman und Super Woman.

St. Martin hat einem armen Bettler geholfen. Er hat ihm das Leben gerettet, indem er seinen Mantel mit dem frierenden Mann geteilt hat ohne lange zu überlegen. Die Gartenstadtschüler wollen das Ganze nicht als historisches Ereignis abtun. Sie wollten ihre Erkenntnis, dass jeder auf seine Weise versuchen kann, die Welt ein kleine wenig besser zu machen, in die Gegenwart übertragen und selbst aktiv werden.

Sie dachten: Schließlich gibt es auch in Rodgau viele Menschen, die Hilfe brauchen. So erfuhren die Kinder beispielsweise von der Suppenküche in Nieder-Roden. Dort bekommen jeden Mittwoch bis zu 100 Menschen ein warmes, kostenloses Mittagessen an einem gedeckten Tisch. Die Überlegung des Nachwuchses war: Jetzt, in der Vorweihnachtszeit gibt es überall Süßigkeiten zu kaufen und alle naschen gerne. Die Menschen, die in die Suppenküche kommen, haben dafür aber nicht genügend Geld. Deshalb wollten sie ihnen den Advent etwas versüßen.

Dafür sammelten die Jungen und Mädchen tafelweise Schokolade. In einem Brief wandten sie sich an die Eltern der Mitschüler und  erläuterten ihre Aktion. „Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit, in der Zeit vor Weihnachten möchten wir alle ein Stück von unserem Wohlstand abgeben – es teilen und dabei ein kleines bisschen HELD sein“, hieß es.

In den vergangenen Jahren hatten die Kinder „Tante Emma“ in Jügesheim mit Weihnachtspäckchen unterstützt, die an bedürftige Familien weitergegeben wurden. Diesmal sollte es also Schokolade für die Suppenküche sein. Der üppig beladene Gabentisch in den Räumen der Suppenküche im Haus der Gemeinde St. Matthias zeigt, dass die Idee gut ankam, gelungen war und viel Unterstützung fand. siw

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