Rodgau: Hauskatze Lilly begleitet Schulkinder

Schulstart „im kleinen Kreis“

Ein buntes Programm erwartete die ABC-Schützen der Wilhelm-Busch-Schule. Die älteren Kinder sangen und musizierten für die neuen Kameraden.
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Ein buntes Programm erwartete die ABC-Schützen der Wilhelm-Busch-Schule. Die älteren Kinder sangen und musizierten für die neuen Kameraden.

Knapp 500 Kinder erlebten gestern in Rodgau ihren ersten Schultag. Exemplarisch waren wir aus diesem Anlass zu Gast in zwei Grundschulen: der Carl-Orff-Schule und der Wilhelm-Busch-Schule.

Rodgau – 64 ABC-Schützen und 18 Kinder der Vorklasse packten gestern erstmals ihre Schultaschen und machten sich auf den Weg zur Jügesheimer Wilhelm-Busch-Schule. Um den ersten Tag zu verschönern, packten die Eltern Süßes und Lehrreiches in die bunten Schultüten.

Die älteren Schüler begrüßten die Jüngsten in ihren Reihen sehr herzlich. Für das Bühnenprogramm hatten die Klassen 4a und c gedichtet. Die Viertklässler bildeten ein kleines Streichorchester, von der 4c sangen Solistinnen und Solisten, und vor der Seilhüpf-Übung musizierten die Holzbläser der 4b und 4c.

Hoher Besuch begrüßte die Kinder und die Eltern. Staatssekretär Michael Bußer aus Froschhausen appellierte an die Erziehungsberechtigten, sich impfen zu lassen. So würde vermieden, bei Krankheitsfällen der Sprösslinge die ganze Klasse unter Quarantäne zu stellen. „Dies ist ein wichtiger Baustein, um den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten“, so der Sprecher der hessischen Landesregierung.

Eine nette Begebenheit spielte sich auf dem Schulweg zur Wilhelm-Busch-Schule ab. Dort begleitete die Hauskatze Lilly die kleine Carla Marie Firner zu ihrem ersten Schultag.

Zu einer Einschulung „im kleinen Kreis“ begrüßte Schulleiterin Sabine Döring 65 Erstklässler und deren Eltern in der Carl-Orff-Schule. Um die Termine wegen Corona zu entzerren, war schon am Montag die 1a ingeschult worden. Gestern folgten mit zeitlichem Abstand die 1b und die 19 Kleinen der 1c, der Eulenklasse von Lehrerin Annette Jagomast.

Zur Auflockerung machte Sportlehrer Matti Ringert im Saal ein Ratespiel: „Was meint ihr, ist in eurer Schultüte drin?“ Meist kam als Antwort: „Schokolade“. Aber auch eine „Barbie“ und eine „Rennstation“ wurden als Überraschungen vermutet.

In ihrer Begrüßung sprach Sabine Döring die möglichen Gefühle von Kindern und Eltern an und machte den Neuen Mut: „Ihr seid hier nicht allein. Wir helfen euch, damit ihr Spaß am Lernen habt. Wir freuen uns auf euch.“ Vätern und Müttern wünschte sie die Kraft, „wieder ein Stück mehr loslassen zu können“.

Ein Live-Programm gab es mit Rücksicht auf die Lage nicht. Stattdessen hatte die Klasse 3a das Theaterstück „Wenn der Löwe in die Schule geht“ einstudiert und aufgezeichnet. Auf einer Leinwand verfolgten die Erstklässler, was ihre größeren Kollegen vorbereitet hatten. Dazu zählten auch Interviews von Drittklässlern zu den Erinnerungen an ihrem damaligen ersten Schultag.

Antworten auf Fragen wie „Was brauchst du für den ersten Schultag?“„Was lernst du im ersten Schuljahr?“ „Sind die Kinder und Lehrer an unserer Schule nett?“ verschafften den Neulingen einen Eindruck davon, was auf sie zukommt. Aha-Erlebnisse gab es an drei Stellwänden. Dort hatten die ABC-Schützen auf Puzzleteilen ihre Namen geschrieben und Bildchen von sich dazugehängt. Nicht nur der kleine Mark sagte beim Betrachten freudig überrascht: „Den Paolo, denn kenne ich schon!“ Insgesamt besuchen 268 Kinder die Carl-Orff-Schule, umsorgt von 20 Lehrern und 30 Betreuern – Letztere unter Leitung von Kerstin Biederbick. (bp / pul)

Mark und seine Mutter schauten in der Carl-Orff-Schule an einer Stellwand auf Fotos nach, wen er dort schon kennt.
Sabine Döring
Parade der Schultüten

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