Mehr Platz für die „Muckibude“: SV Weiskirchen baut ehemalige Tennishalle um

Mehr Platz für die „Muckibude“

Mehr Platz hat die SVW-Kraftsportabteilung in der ehemaligen Tennishalle im „Haus des Sports“. Die ersten Geräte wurden schon geliefert.
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Mehr Platz hat die SVW-Kraftsportabteilung in der ehemaligen Tennishalle im „Haus des Sports“. Die ersten Geräte wurden schon geliefert.

Wo früher Filzbälle über die Netze flogen und auf den Boden ploppten, kann man bald noch mehr Schweiß vergießen und Muskeln aufbauen: Die Sportvereinigung Weiskirchen (SVW) baut ihre ehemalige Tennishalle in ein Fitnessstudio um.

Rodgau - Die Kraftsportabteilung des Vereins nutzte die Corona-Pause, um ihre Trainingsfläche zu erweitern. Das ist auch dringend notwendig, wie Abteilungsleiter Marco Stark sagt: „Unsere Abteilung hat 400 Mitglieder. Es ist sehr eng, wir hatten auch schon mal einen Aufnahmestopp.“

Rodgau: Krafttraining unter Corona-Bedingungen

Das vereinseigene Fitnessstudio im „Haus des Sports“ ist seit Jahren gut ausgelastet. Seit 8. März darf man dort wieder trainieren, allerdings nur nach Anmeldung mit höchstens acht Personen gleichzeitig. Großzügige Abstände sollen das Infektionsrisiko minimal halten. Pro Person stehen 40 Quadratmeter zur Verfügung. Die Trainingstermine kann man sich über ein Online-Buchungssystem sichern.

Die „Muckibude“, wie sie im Verein liebevoll genannt wird, ist unter der Woche täglich mindestens zwölf Stunden geöffnet (9 bis 21 Uhr), an drei Tagen abends sogar eine Stunde länger. Auch am Wochenende ist Betrieb.

Während sich die Sportler an den Geräten verausgaben, engagieren sich andere Mitglieder am Bau. Seit Oktober sind ehrenamtliche Helfer am Werkeln, nur bei wenigen Aufgaben müssen Fachhandwerker ran.

Ein Mauerdurchbruch ermöglicht einen direkten Zugang zum Treppenhaus und ins Obergeschoss. Die ehemalige Tennishalle wurde für die neue Nutzung fit gemacht. Sie verfügt über neue Heizkörper, eine neue Beleuchtung und drei zusätzliche Fenster, damit man auch mal querlüften kann. Außerdem wird ein neuer Bodenbelag verlegt.

Das ist neu bei im Studio der Sportvereinigung Weiskirchen

An einer Längsseite entsteht ein sogenanntes Bootcamp. Das ist eine Bahn mit unterschiedlichen Stationen, an denen man so richtig an die körperlichen Grenzen gehen kann. Zum Beispiel geht es darum, Lkw-Reifen umzuwerfen und einen Gewichteschlitten zu ziehen.

Neu sind auch viele Kardiogeräte, Rudergeräte und sogenannte Airbikes. Die Stirnseite der Halle bekommt eine Kletterwand.

Die Sportvereinigung Weiskirchen hat einen fünfstelligen Betrag in neue Geräte investiert. Eigenleistung trägt dazu bei, die Kosten des Umbaus in erträglichem Rahmen zu halten. Neben ehrenamtlichen Helfern aus der Kraftsportabteilung packt auch der Auszubildende des Vereins mit an. Jeremias Bonn erlernt bei der SVW den Beruf des Sport- und Fitnesskaufmanns.

Seit einem halben Jahr kooperiert die Kraftsportabteilung mit dem JSK Rodgau, wie Marco Stark berichtet. JSK-Mitglieder können zu einem vergünstigten Preis in Weiskirchen trainieren. In anderen Sparten (Turnen, Behindertensport) arbeiten beide Vereine schon seit vielen Jahren zusammen.

Trotz Corona musste die Sportvereinigung im vergangenen Jahr nur wenige Austritte verzeichnen, wie Vorsitzender Albert Frühwacht in der Mitgliederversammlung im Herbst berichtete. Er dankte den Mitgliedern für ihr Durchhaltevermögen. (Von Ekkehard Wolf)

Verrenkungen sind notwendig, um die Geräte festzuschrauben. Hier sind zwei Mitarbeiter der Firma Technogym bei der Arbeit.
Gewichtheben vor dem Spiegel: Abteilungsleiter Marco Stark (links) und sein Stellvertreter Andelko Colic.

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