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Spritziger Kerbauftakt in Nieder-Roden

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Spritziger Kerbauftakt: Pfarrer Eckstein überließ den Weihwassersprenger Kindern. -  Fotos:

Nieder-Roden - Einen spritzigen Kerbauftakt erlebten die Nieder-Röder. Zwar meisterte Erster Stadtrat Michael Schüßler im vollen Zelt den Bieranstich unfallfrei. Zuvor aber hatte Pfarrer Dr. Peter Eckstein beim Kerbsegen den Weihwassersprenger kurzerhand Kindern aus der Kita Otzbergstraße überlassen.

Ozapft is! Erster Stadtrat Michael Schüßler (Zweiter von links) hat den Bieranstich unter Assistenz von Robert Glaab (Zweiter von rechts) und Kerbborsch Robin Betzel (rechts) unfallfrei gemeistert.

Und die machten von dem Borstenwedel, der unter Messdienern wegen seiner typischen Form ganz anders heißt als „Aspergill“, freudig und reichlich Gebrauch. Der Segen war Endpunkt eines Umzugs, den Kerbborsch Robin Betzel auf einem Traktor des früheren Kerbvadders Günter Keller anführte. Im Schlepptau hatte Betzel den Kerbbaum, eine von den Kitakindern geschmückte Birke. Ihm folgten die 21 Kerbborsche- und -mädscher, der Musikverein Dudenhofen mit schmissiger Dicke-Backen-Musik und zahlreiche Kerbgäste. Pfarrer Eckstein freute sich darüber, dass sich nach dem 17-Uhr-Gottesdienst viele Kirchbesucher dem Zug anschlossen. „Das war ausdrücklicher Wunsch des Kerbvereins.“

Durch die Karolinger Straße, den Krümmlingsweg und die Schulstraße ging’s zum Garten am Pfarrheim, wo der Kerbbaum dank Kraft und Entschlossenheit der Kerbborsche schnell in den Himmel ragte. Und sofort ertönten die Kerb-Hymne „Die Kerb is dooo!“ und entsprechende Schlachtrufe: „Einmal Kerbborsch, immer Kerbborsch! Einmal Kerbmädsche, immer Kerbmädsche!“

Kerb 2017 in Nieder-Roden: Bilder

Dieses Glaubensbekenntnis aus 21 schon leicht kratzigen Kehlen hörten die Gäste später im vollen Zelt noch mehrfach. Dort hielt Kerbborsch Robin Betzel seinen Kerbspruch und fand Pfarrer Eckstein launige Eröffnungs-Reime: „Lasst außen vor Zank und Streit – es herrsche die Gemütlichkeit.“ Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen. Assistiert von Glaabsbräu-Chef Robert Glaab, meisterte Stadtrat Schüßler den Bieranstich ohne Dusche. Derweil warben die Kerbborsche- und mädscher um großzügige Kerbgeldspenden. Sie fließen dem „Zwerg Nase Haus“ in Wiesbaden zu, einer Einrichtung für Kinder mit schweren Handicaps. (bp)

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