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Rückruf des Herstellers: Stadt Rodgau muss Corona-Lollitests wieder einsammeln

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Von: Bernhard Pelka

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Schon am Eingang (hier die Kita Alter Weg) weisen städtische Kitas darauf hin, welche Krankheiten im Haus gerade grassieren. Der Krankenstand jenseits von Corona ist unter den Kindern derzeit sehr hoch.
Schon am Eingang (hier die Kita Alter Weg) weisen städtische Kitas darauf hin, welche Krankheiten im Haus gerade grassieren. Der Krankenstand jenseits von Corona ist unter den Kindern derzeit sehr hoch. © Bernhard Pelka

Um an Kitas kostenlose Corona-Tests anbieten zu können hat die Stadt 20.000 Lollitests bestellt, die nun vom Hersteller zurückgerufen wurden.

Rodgau – Die Stadt hat mit den freiwillig und kostenlos in Kitas ausgegebenen Lollitests ein Problem. Der Hersteller hat eine komplette Charge zurückgerufen. Die Eltern seien informiert, hieß es gestern in der städtischen Pressestelle auf Anfrage. Die Entwicklung habe sich erst gestern in ihrer ganzen Tragweite gezeigt. Man arbeite an einer Lösung. Die Kitas müssen jetzt zusehen, wie sie an die schon verteilten Tests herankommen.

Die Stadt hatte 20. 000 Stück bestellt. Alle gehören zu der zurückgerufenen Charge. 9000 sind bisher in Umlauf gebracht worden. Bezieher waren in der Hauptsache die Kitas. Die Verteilung ist nun vorerst gestoppt worden. An der Grundidee wolle die Stadt aber festhalten, versichert Stadtsprecherin Sabine Hooke. Bis Ende März 2022 rechne die Stadt mit dem Verbrauch weiterer 47 000 Tests. Angebote bei Herstellern würden eingeholt. Wann die Verteilung weitergehe, sei derzeit offen. Die Stadt gibt als freiwillige Zusatzleistung an Eltern pro Kind und Woche zwei kostenlose Lollitests heraus. Das geschieht auf Anfrage beim Abholen oder Bringen der Kleinen. Dabei bleiben die Erwachsenen außerhalb der Kita. Sie können bei dieser Gelegenheit um die Tests bitten.

Generell macht Corona den Einrichtungen zu schaffen. Seit Ende der vergangenen Sommerferien mussten 18 Gruppen vorübergehend geschlossen werden. Aktuell ist keine Kita dicht. Zuletzt war von einer Schließung die Kita 1 am Ludwig-Erhard-Platz in Dudenhofen mit zwei Gruppen betroffen. Nach der Quarantäne öffnete sie gestern wieder. Das Kitapersonal beobachtet, dass nach den langen Schließzeiten 2020 die Immunabwehr der Kinder nicht so gut funktioniert. „Die Quote an Erkrankungen jenseits von Corona ist sehr hoch“, schildert Sozialdezernent Michael Schüßler die Lage. (Bernhard Pelka)

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