Künftiges Domizil an der Philipp-Reis-Straße in Jügesheim

Stadtwerke: Vorfreude auf den großen Umzug

In diesem Gebäude im Gewerbegebiet von Jügesheim werden die bisherigen Außenstellen der Stadtwerke zusammengeführt.
+
In diesem Gebäude im Gewerbegebiet von Jügesheim werden die bisherigen Außenstellen der Stadtwerke zusammengeführt.

Rodgau - Einziehen wollen die Stadtwerke in ihr neues Domizil an der Philipp-Reis-Straße 7 in Jügesheim zwar erst im März 2017.

Aber schon jetzt – bevor die Bauarbeiten an dem 22 Jahre alten Gebäude so richtig los gehen – ließ der Stadtbetrieb Bürger dort hinter die Kulissen blicken. Stadtwerkechef Dieter Lindauer und Bürgermeister Jürgen Hoffmann begrüßten die Besucher im früheren Consult-Center. Ausdrücklich hieß Hoffmann auch den Vorbesitzer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Otto Melzer aus Weiskirchen, in dem am 1. Januar von den Stadtwerke übernommenen Gebäude willkommen: „Er guckt ganz glücklich.“ Der Bürgermeister betonte, dass die Stadtwerke mit der Sanierung der Liegenschaft „ein lange gehegtes Ziel“ erreichen: die Zusammenführung der bisher auf diverse Standorte verteilten Mitarbeiter. Das werde Arbeitsabläufe optimieren. „Die Bürger profitieren davon“, versprach der Verwaltungschef.

Stadtwerkechef Dieter Lindauer (rechts) führte die Gäste.

Das Bürogebäude im Jügesheimer Gewerbegebiet soll zu einem modernen und freundlichen Arbeitsplatz für die Stadtwerke-Belegschaft und die Mitarbeiter der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH werden. Herzstück des Umbaus wird das Kundenservicecenters. Auch ein Bistro gehört zum Programm. Eine große Kantine wurde aus Kostengründen allerdings verworfen. Die Fassade wie auch die Fenster bleiben in der bestehenden Form erhalten. Auch der Eingangsbereich wird nach derzeitigem Stand nicht angetastet. Den Beschluss zum Kauf der Immobilie fasste die Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar 2015 mit großer Mehrheit. Die Kosten für Grundstück und Bürogebäude betrugen 2,44 Millionen Euro. In die Modernisierung fließen nun nochmals 1,7 Millionen Euro. Diese Summen hatten Gutachter zuvor

ermittelt. Dieter Lindauer erläuterte, dass die 1,7 Millionen hauptsächlich der neuen Verkabelung und der Erfüllung aktueller Brandschutzauflagen dienen. Aus zehn Architekturbüros, die sich um den Auftrag beworben haben, werde nun das beste ausgesucht. Hintergrund der Maßnahme war die ineffiziente und dezentrale Unterbringung der Stadtwerke im alten Schützenhof in Dudenhofen, in Bürocontainern in der Hans-Böckler-Straße 1 und in der Justus-Liebig-Straße. Mit dem neuen Gebäude wird die Verwaltung im Gewerbegebiet Jügesheim zentralisiert. Auch erhalten die Kunden einen zentralen Anlaufpunkt. Auch schnellere Wege bei Abstimmungen und bessere Kommunikation erwartet Lindauer.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Was steckt hinter den Makler-Beschreibungen?
"Lage in aufstrebendem Viertel" oder "Wohnanlage mit viel Entwicklungspotenzial": In ein paar Jahren mag es hier wunderbar sein. Doch jetzt rollen hier Bagger und Lkws – und danach wird das Leben teurer.
"Lage in unberührter Natur": Ideal für meditative Einsiedler, die von den Früchten der Erde leben wollen. Wer jedoch arbeiten, einkaufen oder auch mal zum Arzt muss, braucht unbedingt ein Auto. Zudem wird der Weiterverkauf der Immobilie schwierig.
"Verkehrsgünstig gelegen": Im Extremfall ist vor der Haustür der Hauptbahnhof mit dem entsprechenden Milieu. Oder es führt vor dem Gebäude eine Hauptverkehrsstraße und hinter dem Garten eine viel befahrene Eisenbahnstrecke vorbei.
"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Das neue Haus bietet derzeit 85 Arbeitsplätze und wird grundhaft modernisiert. Auch ist eine Fotovoltaikanlage in Planung, die zum Beispiel eine Haus-Batterie im Kundenservicecenter speist und drei Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Gleichstrom versorgt. Ferner prüfen die Stadtwerke die Nutzung von Wärme aus Abwasser. Man könnte die Abwärme zum Beispiel der Heizung zuführen, blickte Lindauer in die Zukunft, bevor er die Besucher durchs Haus führte. Bei einem Imbiss bestand danach Gelegenheit zum Gespräch. 

bp

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare