Hallenneubau in Rodgau: TSV macht Spatenstich unter glühender Sonne

„Startschuss in die Zukunft“

An die Spaten, fertig, los! Christian Schlett (Geschäftsführer Rhain Main Wohnbau), Stefan Lambert und Markus Ebel-Waldmann (beide Betriebsleiter Stadtwerke), Peter Jökel (Geschäftsführer Jökel Bau), IGEMO-Chef und Moderator Karl-Heinz Kühnle, Landrat Oliver Quilling, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Landtags-Vizepräsident Frank Lortz, der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel und TSV-Vorsitzender Harry Enck (von links) ließen beim Spatenstich die Erdbrocken fliegen. Unweit der Tennishalle der TSG Rodgau (im Hintergrund) wird die neue TSV-Halle auf einer bisherigen Wiese direkt am Lärmschutzwall der B 45 stehen.
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An die Spaten, fertig, los! Christian Schlett (Geschäftsführer Rhain Main Wohnbau), Stefan Lambert und Markus Ebel-Waldmann (beide Betriebsleiter Stadtwerke), Peter Jökel (Geschäftsführer Jökel Bau), IGEMO-Chef und Moderator Karl-Heinz Kühnle, Landrat Oliver Quilling, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Landtags-Vizepräsident Frank Lortz, der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel und TSV-Vorsitzender Harry Enck (von links) ließen beim Spatenstich die Erdbrocken fliegen. Unweit der Tennishalle der TSG Rodgau (im Hintergrund) wird die neue TSV-Halle auf einer bisherigen Wiese direkt am Lärmschutzwall der B 45 stehen.

Der Turn- und Sportverein (TSV) hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zu seinem Jahrhundertprojekt gemacht: Prominenz aus Politik, Rathaus und Sport sowie der Investor für den Bau einer neuen Halle ließen beim Spatenstich unter glühender Sonne die Erdbrocken fliegen.

Dudenhofen - Für den TSV-Vorsitzenden Harry Enck und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter war es nicht nur ein Tag der Komplimente und des Mutmachens, sondern auch Gelegenheit zum vorläufigen Kassensturz. Der Vizepräsident des Landtags, CDU-Landtagsabgeordneter Frank Lortz, kündigte an, aus dem Förderprogramm „Sportland Hessen“ würden für das „mutige Gemeinschaftsprojekt“ statt der üblichen 50 000 Euro stramme 100 000 Euro fließen. Für die Jugendarbeit im TSV hatte er in seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Langen-Seligenstadt obendrein einen 1000-Euro-Scheck dabei.

Landrat Oliver Quilling befeuerte den „Startschuss in die Zukunft des TSV“ mit über 66 000 Euro Kreiszuschuss. Quilling nannte die Investitionssumme erstmals öffentlich: 4,5 Millionen Euro. Das Projekt steche „kreisweit heraus“.

Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann war voll des Lobes für das Engagement. Die neue Halle werde „ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur“ werden. „Das brauchen wir in Rodgau.“ Dafür fließen aus dem städtischen Sportförderprogramm für Investitionen 67 000 Euro.

Der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel war hocherfreut darüber, dass die Politik die Bedeutung des Ehrenamts in den Vereinen nicht nur verbal würdigt, sondern auch so viel Geld locker macht. Angesichts des Bevölkerungszuwachses in Rodgau sei der Hallenbau umso wichtiger. „Allen Beteiligten wünsche ich Durchhaltevermögen und Glück.“

Die Veranstaltung erlebte einen Mann in einer Doppelrolle: Karl-Heinz Kühnle moderierte die so kurz wie möglich gehaltene Veranstaltung. Überdies sprach er ein Grußwort für die Interessengemeinschaft der Ortsvereine IGEMO. TSV-Chef Harry Enck lieferte einen kurzen Abriss über den Weg von der ersten Idee zum Hallenbau bis heute und dankte für die Unterstützung.

Investor des Projekts ist die Rhein Main Wohnbau GmbH mit Sitz in Altenstadt. Sie ermöglicht dem TSV eine spezielle Form der Finanzierung, die eine Kreditaufnahme oder eine Bürgschaft für den Verein überflüssig macht.

Der Investor bekommt das alte TSV-Gelände an der Forsthausstraße (11 200 Quadratmeter) und baut im Gegenzug die neue Halle. Diesen Neubau finanziert er mit dem Bau und Verkauf von Wohnungen in Reihen- und Doppelhäuser und in mehrgeschossigen Gebäuden auf dem alten TSV-Areal.

Dieses Finanzierungsmodell sieht vor, dass der Verein nicht nur keine Kredite aufnehmen muss, sondern günstigstenfalls am Ende finanziell so flüssig ist, dass er obendrein seine alten Kredite, die für die bisherige Halle und den Kunstrasenplatz noch laufen, tilgen kann.

Der Investor möchte die Firma Jökel Bau mit dem Hallenprojekt beauftragen. Zuerst wird die Halle am Hergershäuser Weg auf 8 000 Quadratmeter Grund – etwa 500 Meter Luftlinie entfernt vom bisherigen Standort – errichtet, dann folgen die Wohnungen. Harry Enck sagte in seiner kurzen Projektvorstellung, er rechne mit dem Einzug in etwa 18 Monaten.

Christian Schlett, Geschäftsführer der Rhein Main Wohnbau GmbH, erläuterte, die Halle werde bei gleichem Energieverbrauch zweieinhalb mal größer als der Altbau. An einer Stellwand hingen Baupläne mit Angaben zu den Raumgrößen. Allein die Zweifeldhalle hat 1035 Quadratmeter Fläche; Büros/Gymnastik/Fitness: 1173 Quadratmeter.  (bp)

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