Trainings- und Spielbetrieb am Weichsee entlastet Anwohner im Ort

Spatenstich für neuen Kunstrasenplatz in Rodgau

Spatenstich im kleinen Kreis: die JSK-Funktionäre Stefano Uslenghi (Schatzmeister), Dieter Kley (Sprecher Fußball), Lothar Mark (Vorsitzender) , Angelika Stark (Sportvorstand), Heide Klabers (Ehrenvorsitzende) und Manfred Ballüer (Liegenschaftsvorstand), von links nach rechts.
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Spatenstich im kleinen Kreis: die JSK-Funktionäre Stefano Uslenghi (Schatzmeister), Dieter Kley (Sprecher Fußball), Lothar Mark (Vorsitzender) , Angelika Stark (Sportvorstand), Heide Klabers (Ehrenvorsitzende) und Manfred Ballüer (Liegenschaftsvorstand), von links nach rechts.

Der Bau des zweiten Kunstrasenplatzes im Sportzentrum am Weichsee kann beginnen. Den ersten Spatenstich vollzog der JSK Rodgau coronagerecht im kleinen Kreis – ohne Politiker und Freibier.

Jügesheim - Ab der nächsten Fußballsaison verlagert der Verein einen weiteren Teil des Freiluftsports ins Maingau-Energie-Stadion. Das kommt auch den Anwohnern des Sportplatzes Weiskircher Straße entgegen, die seit Jahren über Lärm klagen.

Von den 790 Fußballern des Vereins trainierten bisher schon mehr als 500 Jugendliche am Weichsee – manche mehrmals in der Woche. Dazu kommen mehr als 200 American Footballer mit Cheerleadern, Leichtathleten und die Langläufer mit ihren Veranstaltungen. Das Gelände mit sechs Spielfeldern, einer Laufbahn sowie Wurf- und Sprunganlagen ist nach Angaben des JSK-Vorsitzenden Lothar Mark „das größte vereinseigene Stadion im Sportkreis“.

Der Kunstrasen ermöglicht einen Trainings- und Spielbetrieb an sieben Tagen pro Woche ohne die Ruhepausen, die ein Naturrasen braucht. Der neue Kunstrasenplatz bietet eine Turnierfläche und zwei Kleinfelder. LED-Scheinwerfer an sechs Masten sorgen für Flutlicht. Zusätzlich entstehen Parkplätze für 15 Autos und 80 Fahrräder sowie drei Garagen als Lagerräume. Die Gesamtfläche des Bauvorhabens beträgt 10 000 Quadratmeter, wie Manfred Ballüer berichtet. Er ist als Zweiter Vorsitzender für den Bau verantwortlich.

Neuer Kunstrasen in Rodgau wird CO2-neutral

Nach Angaben des Vereins wird der Platz CO2-neutral gebaut, unter anderem mit Kies aus heimischer Produktion. Die Unterstützung durch örtliche Unternehmen, das eingetrübte Geschäftsklima und Eigenleistungen der Mitglieder tragen dazu bei, die Baukosten von 1,6 auf 1,3 Millionen Euro zu senken. Mit den Bauarbeiten beauftragte der Verein die Strabag, die schon den zweiten Bauabschnitt des Maingau-Energie-Stadions errichtet hatte. Sieben Unternehmen hatten Angebote eingereicht.

„Die Kostenreduzierung tut uns gut“, sagt Schatzmeister Stefano Uslenghi. Er rechnet damit, dass ein Drittel der Kosten durch Zuschüsse gedeckt ist: 200 000 Euro vom Land, 130 000 Euro von der Stadt und 110 000 Euro vom Kreis. An Eigenmitteln sind 160 000 Euro einkalkuliert. Außerdem steht eine Bankfinanzierung mit einem Zinssatz von 0,8 Prozent und bis zu zehn Jahren Laufzeit zur Verfügung; den möglichen Kreditrahmen von einer Million Euro will der Verein nicht voll ausschöpfen.

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten erwartet der JSK Spenden von 100 000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr verbuchte der Verein Zuwendungen von mehr als 60 000 Euro, die den Einnahmeausfall durch abgesagte Veranstaltungen ausgleichen konnten. Die finanziell schwierige Zeit stehe erst noch bevor, betont der Vorsitzende. Durch die ausfallende Fastnachtskampagne fehlten wichtige Einnahmen. Gleichwohl ist Lothar Mark optimistisch, dass auch im neuen Jahr ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden kann: „Wenn uns die 3 000 Mitglieder treu bleiben und alle an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen, dann werden wir unsere Ziele erreichen.“

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