„Zwölf Stunden Hohler Buckel“: mehr als 37 000 Euro für chronisch Kranke

Strampeln für die Stiftung

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Jede Runde zählt: 350 Fahrradfahrer beteiligten sich an der Benefizaktion „Zwölf Stunden Hohler Buckel“. Foto: p

Rodgau – Ein Rekordergebnis an Spenden erzielte die Stiftung „Besi & Friends“ am Sonntag bei ihrer dritten Benefizaktion „Zwölf Stunden Hohler Buckel“: 37 447 Euro sind die vorläufige Spendensumme.

Rodgau – Ein Rekordergebnis an Spenden erzielte die Stiftung „Besi & Friends“ am Sonntag bei ihrer dritten Benefizaktion „Zwölf Stunden Hohler Buckel“: 37 447 Euro sind die vorläufige Spendensumme.

Zwischen 6 und 18 Uhr waren 350 Fahrradfahrer auf der kurvigen Straße zwischen Alzenau-Hörstein und Mömbris unterwegs. Zusammen legten sie 2018 Runden à 15 Kilometer zurück und überwanden 739 872 Höhenmeter. Der Rekord des Tages betrug 19 Runden, immer bergauf und bergab.

Allein Andreas Beseler, der Initiator von „Besi & Friends“, strampelte 15 Runden auf dem Rennrad. Eineinviertel Jahre nach seinem lebensgefährlichen Unfall trug er 236 Kilometer und 5 505 Höhenmeter zum Gesamtergebnis bei: „Das ist ungefähr der Ötztaler Radmarathon.“

„Besi“, wie ihn seine Freunde nennen, leidet an multipler Sklerose (MS). Am Sonntag war er nicht der einzige chronisch Kranke auf der Strecke. „Leute mit MS, Rheuma, ALS und verschiedensten Erkrankungen waren dabei“, berichtet er. Sie fuhren zwischen ehemaligen Profi-Sportlern wie dem Triathleten Steffen Hartig, der lange in Rodgau lebte.

„Mein ganz persönliches Highlight war, dass ich gemeinsam mit meinem Freund Bruno Schmidt und seinem Fahrer und Freund Mark Franken den Hohler Buckel zweimal erklimmen durfte“, erzählt Beseler. Bruno Schmidt leidet an amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren Krankheit, die das motorische Nervensystem schädigt. Ein Spezialfahrrad ermöglichte ihm die Teilnahme.

Bruno Schmidt steuerte 15 000 Euro zum Spendenergebnis bei. Seine Aktion „Alle lieben Schmidt“ hatte diesen Betrag zugunsten chronisch Kranke erzielt. Mehrere Unternehmen unterstützten die gute Sache mit Sach- und Geldspenden, unter anderem der Selgros-Großhandel, das Autohaus Brass und die Stadtwerke Rodgau.

Fast den ganzen Tag mit dabei waren ZDF-Mitarbeiter Peter Theisen und sein Team. Ein erster Fernsehbericht wird voraussichtlich am Freitag, 26. Juli, um 17.10 Uhr in der ZDF-Sendung „Hallo Deutschland“ ausgestrahlt. Ein längerer Bericht ist für das Morgen- oder das Mittagsmagazin vorgesehen.  eh

Infos im Internet

besiandfriends.de

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