Landespartei verweigert die Entlastung

„Schlamperei“: AfD streitet mit früherem Schatzmeister aus Rodgau 

Rodgau – Der Rodgauer AfD-Fraktionsvorsitzende Robert Rankl hat mit seiner Landespartei großen Ärger. Der jüngste Parteitag hat dem promovierten Betriebswirt für seine Tätigkeit als Landesschatzmeister von 2015 bis 2017 die Entlastung verweigert.

Der Vorwurf: Es fehlen schriftliche Belege über Ausgaben von 55.000 Euro, die vom Parteikonto geflossen sind. Den Vorwurf erhebt Rankls Nachfolger als Schatzmeister, Bernd Vohl. Der 68-Jährige schlägt zugleich aber moderate Töne an und wird in den Medien mit dem Satz zitiert, Rankl habe sich auf keinen Fall persönlich bereichert. Es gehe mehr um drastische Schlamperei.

Der Rodgauer AfD-Chef weist gegenüber dieser Zeitung alle Vorwürfe zurück. Im Rechenschaftsbericht gebe es für die fragliche Zeit keinerlei Reklamationen. „Wenn etwas fehlen würde, warum hat dann das Landesschiedsgericht kein Verfahren eingeleitet?“, fügt er hinzu. Der 55-Jährige sieht sich als Opfer machtpolitischer Intrigen. Von seinem Amt als Kreisvorsitzender ist Rankl seit Mai 2017 suspendiert, gegen ihn läuft eine Zwei-Jahres-Sperre für Parteiämter. (bp)

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance/dpa

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