Obduktion am Mittwoch

Toter bei Rodgau: Hilft Ex-Frau beim Verscharren der Leiche?

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In diesem Wäldchen ("Im Birkig") zwischen Hainhausen und Rembrücken wurde der Tote entdeckt.

Rodgau- Der Verdächtige im Leichenfund in Rodgau hat die Polizei selbst zu dem Toten geführt. Die Ex-Frau des Mannes soll beim Verscharren der Leiche geholfen haben.

Der Tatverdächtige, der sich nach dem Fund einer Leiche in Rodgau in Gewahrsam befindet, hat die Polizei selbst zum Fundort geführt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich der 45-jährige Mann aus Rockenberg (Wetterau) am Dienstagnachmittag an die Polizei in Friedberg gewandt. Zu den Beamten sagte er, er habe im August dieses Jahres in einem Waldstück zwischen Rodgau und Heusenstamm einen Leichnam verscharrt.  Der Mann brachte Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft anschließend noch am selben Abend persönlich dorthin.

Laut Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Gießen liegt der Fundort in einem Waldstück, das zum Heusenstammer Stadtteil Rembrücken gehört. Bei der Leiche handelt es sich "hoher Wahrscheinlichkeit nach" um einen seit einigen Wochen vermissten 45 Jahre alten Mann aus Bad Nauheim, wie die Polizei mitteilte.

Die Klärung der Identität und auch der genauen Todesursache sollte noch im Laufe des Mittwochs bei einer Obduktion des Leichnams erfolgen. Derzeit stehe noch nicht fest, ob es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, morgen nähere Informationen herausgeben zu können. Noch heute sollte außerdem darüber entschieden werden, ob ein dringender Tatverdacht gegen den 45-jährigen Mann aus Rockenberg vorliegt und er weiter in Polizeigewahrsam bleibt, wie der Sprecher sagte.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

Ebenfalls in Polizeigewahrsam befindet sich die 39-jährige Ex-Frau des Tatverdächtigen. Sie soll die Ehefrau des Verstorbenen sein. Der Verdächtige hatte ausgesagt, dass sie bei der Beseitigung des Leichnams geholfen habe, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vorläufig festgenommen worden. Ob sie dem Haftrichter vorgeführt wird, muss laut Staatsanwaltschaft am Donnerstag entschieden werden. (dpa)

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