Vom Frankfurter Städel-Garten nach Rodgau

Riesiges Kunstwerk wird im Rodau-Park aufgebaut

Das Fundament ist vorbereitet: Auf der hellen Fläche, die sich von links vorne nach rechts hinten durchs Bild zieht, baut Manuel Franke nächste Woche seine Großskulptur „Colormaster R“ auf. Der zentrale Weg des Jügesheimer Rodau-Parks führt mitten durch das 28 Meter lange Kunstwerk aus Beton und Wellblech.
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Das Fundament ist vorbereitet: Auf der hellen Fläche, die sich von links vorne nach rechts hinten durchs Bild zieht, baut Manuel Franke nächste Woche seine Großskulptur „Colormaster R“ auf. Der zentrale Weg des Jügesheimer Rodau-Parks führt mitten durch das 28 Meter lange Kunstwerk aus Beton und Wellblech.

In Rodgau wird die Kunst im öffentlichen Raum um eine Facette reicher. Eine 28 Meter lange Skulptur wird zum neuen Blickfang im Jügesheimer Rodau-Park. Der „Colormaster R“ (das R steht für Rodgau) ist die kleine Ausgabe einer Installation, die vor zwei Jahren im Garten des Frankfurter Städel für Furore sorgte.

Rodgau - „Colormaster R“ ist ein Werk von Manuel Franke (56) aus Düsseldorf, der zurzeit einige Arbeiten in der Rodgau-Galerie in Dudenhofen zeigt. Die Ausstellung im Rektor-Geißler-Haus ist noch bis zum 14. Oktober mittwochs und sonntags geöffnet.

Die große Skulptur soll den Park auf neue Weise erlebbar machen. Der Leihvertrag läuft für mindestens ein Jahr; ein Ende ist noch nicht vereinbart. Der „Colormaster R“ besteht aus Beton und Wellblech. Über einem hellblauen Sockel biegt sich ein orange- und pinkfarbener Aufbau dem Himmel entgegen. Dadurch bekommt das große und schwere Werk etwas Leichtes und Dynamisches.

Spezialanfertigung aus Rodgau spielt eine tragende Rolle

Die speziell geformten Teile des Sockels stammen aus der Betonmanufaktur Kleemann in Rollwald. Mit ihrer kreativen und genauen Arbeitsweise erfüllte das Unternehmen die Ansprüche des Künstlers, der in Düsseldorf und Paris ausgebildet wurde.

Am Montag, 21. September, beginnt Manuel Franke mit dem Aufbau der Skulptur in Jügesheim. Die Arbeiten dürften mehrere Tage dauern.

Zwei Jahre Vorbereitungen

Damit gehe ein „windungsreicher Prozess der Vorbereitungen“ zu Ende, berichtet Kultur-Stadtrat Winno Sahm. Die Gespräche und Vorarbeiten hätten zwei Jahre in Anspruch genommen: „Es war hoch spannend. Ich habe eine Menge dabei gelernt.“ Es sei nur der „erstaunlichen Großzügigkeit“ des Künstlers zu verdanken, dass der „Colormaster“ nach Rodgau kommt. Bei der Auswahl des Standorts seien fünf Stellen von Hainhausen bis Rollwald im Gespräch gewesen. Im Jügesheimer Park habe man sich bewusst für den Platz vor der Hecke zum Spielplatz entschieden, „um nicht zu viel Fläche aus der Nutzung herauszunehmen“.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann will die Standortdiskussion nicht aufwärmen. Er sagt im Brustton der Überzeugung: „Das ist das richtige Objekt am richtigen Ort.“

Präsentation am Samstag, 26. September

Am Samstag, 26. September, um 15 Uhr stellt die Stadt Rodgau die Skulptur „Colormaster R“ der Öffentlichkeit vor. Stadtrat Winno Sahm spricht mit Künstler Manuel Franke über das Werk. Fragen der Besucher sind ausdrücklich erwünscht. Der Rodgauer Kulturpreisträger Bernd-Michael Land begleitet die Veranstaltung mit Gongs und Klangschalen: Er zaubert dezente, zerbrechliche Klänge, aber auch Klanggewitter in den Park. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen mit Angabe der Kontaktdaten nimmt die städtische Kulturagentur unter kultur@rodgau.de entgegen. 

Von Ekkehard Wolf

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