Gewerbegebiet W 18

Rodgauer Gewerbegebiet füllt sich: Für viele Grundstücke gibt es mehrere Bewerber

Ein Küchenstudio ist im Gewerbegebiet „Lichte Haide“ bei Weiskirchen der erste Bauherr. Der Eindruck eines leeren Gewerbegebiets täuscht: Die Hälfte der Grundstücke ist entweder verkauft oder für ernsthafte Interessenten reserviert. Zur Orientierung: Das große Gebäude mit dem weißen Dach ist der Großhandelsmarkt Selgros, links unten im Bild ist die Autobahnmeisterei.
+
Ein Küchenstudio ist im Gewerbegebiet „Lichte Haide“ bei Weiskirchen der erste Bauherr. Der Eindruck eines leeren Gewerbegebiets täuscht: Die Hälfte der Grundstücke ist entweder verkauft oder für ernsthafte Interessenten reserviert. Zur Orientierung: Das große Gebäude mit dem weißen Dach ist der Großhandelsmarkt Selgros, links unten im Bild ist die Autobahnmeisterei.

Ein Küchenstudio ist der erste Bauherr im Gewerbegebiet „Lichte Haide“ (W 18) westlich von Weiskirchen. Ein gutes halbes Jahr nach dem Ende der Erschließung ist etwa die Hälfte der Grundstücke verkauft oder reserviert, wie der Magistrat berichtet.

Weiskirchen - Die Hessische Landgesellschaft (HLG) vermarktet die Flächen im Auftrag der Stadt. Laut Internetseite der HLG sind noch zehn der 22 Bauplätze frei. Die Größen: 2 500 bis 7 000 Quadratmeter. Außer Speditionen und Einzelhandel ist fast alles erlaubt. Die städtische Wirtschaftsförderung wünscht sich eine Mischung mittelständischer Unternehmen, die nachhaltig Arbeitsplätze sichern.

Das Küchenstudio ist nicht der einzige Käufer. Insgesamt fünf Unternehmen haben bisher Kaufverträge unterschrieben. Auf einer großen Fläche direkt an der Zufahrt soll ein Freizeitbetrieb mit Bowlingcenter und Escape-Room entstehen. Ein paar Meter weiter will sich ein IT-Dienstleister aus der Steuerungstechnik ansiedeln. Ein sogenannter Showroom für Maschinen zur Holz- und Kunststoffverarbeitung zieht ebenfalls ins Gebiet W 18. Auch ein Handwerksbetrieb (Zimmerei, Dachdecker) will dort bauen.

Weiskirchen: Rodgauer Gewerbegebiet – Das sind die Kaufinteressenten

Weitere Kaufinteressenten sind in intensiven Gesprächen mit der HLG und der Stadt oder stehen unmittelbar vor dem Termin beim Notar. Dazu zählen ein Bauingenieurbüro, ein Fußbodenausstatter, eine Firma für Eventtechnik und ein Betrieb aus dem Baugewerbe. Ein kleines Grundstück am Rand des Gewerbegebiets ist für Proberäume für Musiker reserviert. Die meisten Interessenten kommen aus einem Umkreis von 25 Kilometern um Rodgau.

Vielleicht wird die „Lichte Haide“ auch zum Standort eines Bürogebäudes. Ein Investor plant einen sogenannten „Coworking-Space“ mit Tagesgastronomie. Unter Coworking versteht man Gemeinschaftsbüros, in denen die Arbeitsplätze tages-, wochen- oder monatsweise an wechselnde Nutzer vermietet werden. Das ist unter anderem für Freiberufler und Unternehmer in der Gründungsphase interessant.

Gewerbegebiet in Weiskirchen: Mehrere Bewerber trotz Corona-Pandemie

Trotz der Pandemie sei die Investitionsneigung ungebrochen, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann: „Wir sind froh, dass wir für die Grundstücke mehrere Bewerber haben.“ Die Stadt könne entscheiden, welcher Betrieb am besten zu Rodgau und in dieses Gebiet passt.

Je nach Bedarf der Unternehmen lassen sich die Grundstücke unterteilen oder miteinander kombinieren. So stehen Flächen von 1 000 bis 12 000 Quadratmeter zur Verfügung.

Vor allem kleinere Flächen bis 3 000 Quadratmetern stoßen derzeit auf Interesse, wie der Magistrat berichtet. Am schwierigsten zu vermarkten sei die Industriefläche direkt unterhalb der Böschung an der Autobahn, so Hoffmann. (eh)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare