Stadt hofft auf wenig Beschränkungen im Theaterbetrieb

Vorhang auf für die neue Saison in Rodgau

Silke Ott von der städtischen Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt bietet am neuen Vorverkaufsschalter Theaterkarten in der Alten Apotheke an.
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Silke Ott von der städtischen Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt bietet am neuen Vorverkaufsschalter Theaterkarten in der Alten Apotheke an.

Es darf wieder applaudiert werden: für Witz, Gesang, für ernsthafte Unterhaltung, für einfallsreiches Geblödel, für Possen und Überraschendes. Inwieweit Pandemie-Einschränkungen Veränderungen notwendig machen, weiß die Stadt freilich nicht. Die städtische Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt (AKSE) will die Kultur in Rodgau auf jeden Fall hochhalten und wirbt fürs Theaterprogramm der Saison 2021/22 – samt Nachholveranstaltungen aus der vergangenen Spielzeit.

Nieder-Roden - Der Einzelticketverkauf hat bereits begonnen. Näheres über Preise und Ermäßigungen sowie Detailliertes zu den Aufführungen findet sich auf den Internetseiten der Stadt oder ist im persönlichen Gespräch mit der AKSE direkt vor Ort an der Ludwigstraße oder unter der Rufnummer 06106 693-1227 zu erfragen. Für den Verkauf der Eintrittskarten hat die Kulturagentur die alte Apotheke ertüchtigt, umgeräumt und eine Trennscheibe angeschafft. Kunden, die die persönliche Beratung suchen, müssen nicht mehr durch alle Räume geführt werden, sondern können gleich rechts am Eingang bedient werden.

Der Theaterreigen ist vielfältig. Mit George Orwells Klassiker „1984“ und TV-Star Jacques Breuer beginnt der Theaterspielplan am 22. November. Es folgen die Theateradaption des Films „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ am 5. März in Rodgau topbesetzt mit Doris Kunstmann und Ron Williams oder der Polit-Thriller „Aus dem Nichts“ am 23. April.

In der Kabarettreihe im Großen Saal sind erstmals Tillack & Blömer am 23. Oktober zu Gast, die in keine Schublade reinpassen: eine Mixtur aus Slapstick, Akrobatik und intelligentem Wortwitz. Die wohl beste Frau im deutschen Kabarett Simone Solga beehrt die Rodgauer Bühne am 17. Dezember, zwar nicht mehr als Kanzlersouffleuse aber wie immer sehr frech und bissig.

Im Kleinen Saal gastiert Gregor Pallast am 1. Oktober. Er bietet schönes, solides politisches Kabarett, wie man es beim Nachwuchs der vergangenen Jahre nicht so oft findet. Die Kleinkunst- und Kabarettreihe beendet schließlich das Duo „Notenlos“ am 6. Mai mit ihrer Lust an musikalischen Grenzüberschreitungen in Form eines Wunschkonzerts der Extraklasse. Das Publikum bestimmt frei, welches Lied in welchem Stil gespielt werden soll, niemand weiß, wie der Abend verläuft, auch nicht die Musiker selbst.

Schließlich werden noch einige Veranstaltungen nachgeholt, die pandemiebedingt verschoben werden mussten. Auch darunter befinden sich mehrere Attraktionen wie etwa der Konzertabend „Die Udo Jürgens Story“ am 6. Oktober. Auch Michael Hatzius und seine Echse haben es uneingeschränkt zum Kultstatus geschafft. Für ihre zahllosen Fans ist das großmäulige Reptil, zu Gast am 25. November, längst ein Guru.

Das Schattentheater „Moving Shadows“ feiert europaweit große Erfolge. Es wartet am 19. Dezember wieder ein Schatten-Spektakel der Extraklasse. Schauspielerin Gilla Cremer wird in ihrem Bühnen-Solo „Die Dinge meiner Eltern“ am 6. Februar einen schmerzlich-schönen Theaterabend über ein bewegendes Thema: Was tun mit dem Besitzstand der gerade verstorbenen Eltern, wo doch an jedem Gegenstand eine Geschichte hängt?

Satiriker, Musiker und Tausendsassa Tobias Mann dürfte wie so oft mit unendlichem Witz am 12. Mai wieder die Bühne sprengen. Fast wörtlich könnte „die Bühne sprengen“ bei der Veranstaltung von Konrad Stöckel am 20. Mai befürchtet werden. In seiner Show „Wenn‘s stinkt und kracht ist‘s Wissenschaft - Umwelt“ begeistert er alle von 8 bis 88 Jahren mit aberwitzigen Experimenten.  (siw)

Infos im Internet: rodgau-theater.de

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