Die letzten Sturmschäden vom August 2019 werden beseitigt

Wäldchen in Rodgau wird abgeholzt

Am Rand des Feldwegs zum Schützenhaus werden die Stämme zum Abholen aufgestapelt. Im Hintergrund ist der Jügesheimer Wasserturm zu erkennen.
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Am Rand des Feldwegs zum Schützenhaus werden die Stämme zum Abholen aufgestapelt. Im Hintergrund ist der Jügesheimer Wasserturm zu erkennen.

Die Folgen des verheerenden Sturms vom 18. August 2019 in Rodgau sind noch immer nicht ganz beseitigt. Zurzeit räumen Holzfäller im Wäldchen am Nehlsee auf.

Jügesheim - Ein Harvester fällt die letzten Bäume, die der Orkan stehen gelassen hatte. An der Straße zum Schützenhaus türmen sich die Stämme zu großen Stapeln. Bis zuletzt hatten Schilder in diesem Waldstück vor Lebensgefahr gewarnt.

Das betroffene Wäldchen östlich der Bundesstraße 45 ist etwa 33 000 Quadratmeter groß. Wenn die Holzfäller fertig sind, wird auf der Fläche nur noch Kleinholz übrig bleiben. Ob und wann das Areal wieder aufgeforstet wird, steht noch nicht fest.

Verheerender Sturm ist nicht vergessen

Eine Gewitter-Fallbö mit Orkan war vor 17 Monaten innerhalb einer Viertelstunde quer durch den Kreis Offenbach gerast. Der Sturm hinterließ eine kilometerbreite Schneise der Verwüstung, die von Langen bis Seligenstadt reiste. Allein im Stadtwald Rodgau fielen dem Unwetter so viele Bäume zum Opfer wie die Stadt sonst in drei Jahren fällen lässt.

Wegen der immensen Menge an Sturmholz wurde die Aufarbeitung an einen sogenannten Selbstwerber vergeben, der das Holz auf eigene Rechnung verkauft.

Das Holz aus dem Stadtwald Rodgau wird normalerweise über das Holzkontor Darmstadt-Dieburg-Offenbach vermarktet. Das Holzkontor ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die von 32 Städten und Gemeinden getragen wird.

Kahlschlag im Kiefernwäldchen: Ein Harvester fällt und zersägt die letzten Bäume, die der Sturm vom August 2019 übrig gelassen hatte.

Der Wald der Zukunft muss für den Klimawandel geeignet sein

Wann und wie die Lücken im Stadtwald wieder aufgeforstet werden, steht noch nicht fest. Stadt und Forstamt wollen bis Ende 2021 eine Strategie erarbeiten. Dabei soll auch externes Fachwissen einfließen. Ziel ist, eine nachhaltige Waldstruktur aufzubauen, die auch unter den Bedingungen des Klimawandels bestehen kann. (eh)

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