Montagebeginn für Hallenbau der Sportfreunde Rodgau

Wandmodule schweben in Rodgau ein

Michael Lindner (links) und Rudi Ott (rechts) vom Sportfreundevorstand imponiert die Maßarbeit auf der Baustelle.
+
Michael Lindner (links) und Rudi Ott (rechts) vom Sportfreundevorstand imponiert die Maßarbeit auf der Baustelle.

Mit dem Montagebeginn ist der Fortschritt beim Hallenneubau der Sportfreunde Rodgau jetzt weithin sichtbar. Zehn mal drei Meter große Wandelemente aus Konstruktionsvollholz schweben auf der Baustelle am Kranhaken über der im Mai vergangenen Jahres gegossenen Bodenplatte. Jeder, der an dieser viel befahrenen Ecke der Weiskircher Straße vorbeifährt, kann das Schauspiel direkt neben der Feuerwehr bewundern.

Jügesheim - Vorsichtig setzt der Kranführer die in großen Konstruktionshallen vorgefertigten Teile auf die fest mit der Bodenplatte verdübelte Unterkonstruktion aus massiven Balken. Fenster, Türen, Kabelschächte: Das alles ist in den Wänden schon ausgespart – was die weiteren Arbeiten ungemein erleichtert. Selbst die Außendämmung aus Holzhartfaserplatten ist schon auf die monströsen Module getackert. Die Innendämmung aus geflockter Holzwolle wird hingegen erst durch Öffnungen in die Hohlräume der Balkenkonstruktion geblasen, sobald die Wände an ihrer Endposition ausgerichtet sind.

Bis Mitte Mai soll das etwa zehn Meter hohe Gebäude in Holzrahmenbauweise stehen. Danach kommen mit dem Innenausbau die Fenster, Türen, der Boden an die Reihe – und es wird verputzt. Allein 150 schwere Wandteile und 40 Dachelemente werden die Experten der Ochs Ingenieurholzbau GmbH aus Kirchberg im Hunsrück dann gestellt haben.

„Außer ein bisschen Kleber ist im Bauwerk keine Chemie drin“, freut sich Architekt Stephan Mathes vom Rodgauer Büro Mathes & Neumann an der ökologischen Bauweise. Die Sporthalle wird 30 mal 15 Meter groß. Über der Halle befinden sich auf derselben Fläche im zweiten Stock drei weitere große Sporträume. Rings um die Halle gruppieren sich in drei Geschossen weitere Räume, die teils dem Sport dienen, in denen sich aber auch die Geschäftsstelle, die Haustechnik, Bistro, Küche, WCs, eine Werkstatt sowie Umkleiden und Duschen befinden. Das Untergeschoss ist von Beginn an barrierefrei zu erreichen. Der spätere Einbau eines Aufzugs zum Zwischen- und Obergeschoss ist bereits vorbereitet.

Viele regionale Firmen wirken am Bau mit. Der Gerüstbauer kommt aus Babenhausen, der Verputzer aus Rodgau und der Fensterbauer aus Aschaffenburg.

Vorsitzender Rudi Ott beziffert die Baukosten mit „mehr als zwei Millionen Euro“. 430 000 Euro stellen Vereinsmitglieder als Darlehen bereit, 550 000 Euro Zuschüsse fließen von Stadt, Kreis Offenbach und Land Hessen. Der Rest werde über die Sparkasse Langen-Seligenstadt und die Frankfurter Volksbank finanziert.

Von Bernhard Pelka

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare