Rodgau: Buntes Programm von Wasserspielen bis zum Wikinger-Schach

KJG-Ferienspiele: Fast so schön wie Zeltlager

Hygiene muss sein: Vor dem Wikinger-Schach heißt es „Hände desinfizieren“.
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Hygiene muss sein: Vor dem Wikinger-Schach heißt es „Hände desinfizieren“.

Viele Augen blicken gespannt auf die Kandidatin, als ihr die Aufgabe genannt wird. Nach dem Vorbild der Fernsehshow „Tut er’s oder tut er es nicht?“ warten einige Aufgaben, die schon ziemlich Mut erforderten: einen „Maggi-Shot“ trinken, eine Knoblauchzehe essen oder das nasse Gesicht mit Mehl bestäuben lassen. Viele Lacher, aber auch kräftig Applaus gab es am Ende für die mutigen „Opfer“.

Dudenhofen - Zweimal sechs Tage lang gingen die Ferienspiele der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Jügesheim an der Waldfreizeitanlage Gänsbrüh – ein Ersatz für das traditionelle Zeltlager, das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war.

Rodgau: In Corona-Zeiten ist manches anders

Zum Hygienekonzept gehörten kleine Gruppen (je zehn Kinder oder Jugendliche) und regelmäßige Händedesinfektion. Die Pandemie schränkte auch die Auswahl der gemeinsamen Spiele ein. Die Leiter Wiebke Wolff und Lars Mathes und ihre 20 Betreuer hatten sich so viel einfallen lassen, dass keine Spur von Langeweile aufkam.

Täglich ging es um 13.30 Uhr los, außer am Mittwoch, bei dem ein Ausflug in einen Freizeitpark auf dem Programm stand. Bei den Geländespielen kamen wegen der Hitze auch Rasensprenger und Wasserspritzpistolen zum Einsatz. Auch die Schnitzeljagd durch Jügesheim bot viele Möglichkeiten zum Abkühlen. Am Kreativ- und Spieltag konnte gebastelt werden, aber auch viele Spiele standen zur Verfügung. Besonders beliebt war das Werwolf-Spiel: Bei dem Rollenspiel gilt es zu erraten, welcher der harmlos aussehenden Mitspieler in Wirklichkeit ein Bösewicht ist.

Nachtwanderung bei Tageslicht

Beim Fantasiespiel am Freitag sollten in der passenden Verkleidung knackige Rätsel an mehreren Stationen gelöst werden. Im Wikinger-Schach standen sich zwei Mannschaften gegenüber und mussten die Holzfiguren der Gegner mit einem Stock umwerfen. Der König durfte allerdings erst als allerletzte Figur umfallen. Das hört sich leichter an, als es ist: Wenn der König zu früh ins Wanken geriet, ging der sicher geglaubte Sieg an die andere Mannschaft. Entsprechend groß war der Jubel.

Die Ferienspiele endeten am Samstag mit einer „Nachtwanderung“, die diesmal zwar bei Tageslicht stattfand, aber trotzdem nicht weniger spannend war: Weder Kinder noch Betreuer wussten, wie die einzelnen Etappen aussehen und was auf sie wartet. Die Leute, die die Wanderung vorbereitet hatten, waren am Samstag nämlich nicht dabei – und sie hatten keinen der Betreuer eingeweiht. So war’s am Ende eine Überraschung für alle. Von Axel Hampe

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