Jeden Abend genießen die Rodgauer Riesling, Sauvignon & Co.

Weinfest Nieder-Roden zaubert Lächeln ins Gesicht

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Das Weinfest lockt Besucher aus allen Generationen auf den Puiseauxplatz.

Nieder-Roden - Fröhlich und unbeschwert genossen die Rodgauer die ersten Tage des Weinfestes. Voriges Jahr hatte der Terroranschlag von Nizza die Veranstaltung der Partnerschaftsvereinigung Nieder-Roden/Puiseaux überschattet.

Der Mann vom riesigen Holzkohle-Schwenkgrill ist der neue Organisationschef des Nieder-Röder Weinfestes. Uwe Reichert trat Ende Januar in die Fußstapfen von Gabi Staak und setzt zusammen mit der Partnerschaftsvereinigung Nieder-Roden und Puiseaux auf Bewährtes. Und auch im 21. Jahr bewährt sich das Konzept, ein Weinfest in einer Gegend ohne Weinanbau zu veranstalten. Das garantiert nämlich Vielfalt. „Wenn Sie ein Weinfest in Wasserlos machen, kriegen Sie nur Wein aus Unterfranken und im Rheingau auch nur Wein von dort“, ist Reichert stolz auf die Auswahl in Nieder-Roden.

Franz Stockdreher hatte zum französischen Nationalfeiertag am 14.  Juli eine alte Uniform aus dem Kleiderschrank geholt.

16 Winzer und Weinhändler sowie der Partnerschaftverein verkaufen Wein aus Rheinhessen, Württemberg, Franken, Österreich, Spanien, Frankreich und von der Mosel. Da sollten sogar eingefleischte Apfelwein- oder Biertrinker das passende Getränk finden. Gastronomen an der Oberen Marktstraße versuchen, Pils- und Weizenfreunde abzufangen: „Bier vom Fass“ werben Tafeln kurz vorm ersten Weinstand.

Aber die Nieder-Röder und ihre Nachbarn haben Durst auf Wein. Zu Hunderten strömen sie seit Freitagabend auf den Puiseauxplatz. Selbst der heftige Guss kurz nach der Eröffnung mit der Flonheimer Weinkönigin Marie Schoenfeld und Bürgermeister Jürgen Hoffmann tat der Stimmung keinen Abbruch: Die Besucher feierten unter Zelten und Schirmen weiter - fast als ob nichts gewesen sei. Auch am Samstagabend seien so gut wie alle Bänke besetzt gewesen, sagte Uwe Reichert gestern Nachmittag.

Weinfest 2017 in Nieder-Roden: Bilder

Das Weinfest hat noch bis einschließlich Sonntag, 23. Juli, geöffnet: werktags von 17 bis 23 Uhr, samstags und sonntags eine Stunde länger. Jeden Abend spielt auf der kleinen Bühne neben dem evangelischen Gemeindezentrum die Musik. Und zwar von 19 bis 22 Uhr, dann ist der Nachbarn zuliebe Schluss. Das Publikum darf zu Oldies, Soul und handgemachtem Rock auch tanzen - das macht Durst aufs nächste Glas. (lö)

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