Corona zwingt zu besonderen Hygienemaßnahmen

Keimfreie Ferienspiele

Ausschließlich abgepacktes Essen wird verteilt.
 
Fotos: pelka
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Ausschließlich abgepacktes Essen wird verteilt.

Sprayflaschen mit Desinfektionsmittel sind bei den städtischen Ferienspielen in Weiskirchen allgegenwärtig. Genauso Seife und frisches Wasser zum Händewaschen.

Weiskirchen – Gestern haben die Ferienspiele unter strengen Hygieneauflagen im Bürgerhaus und – vor allem – auf dem Freigelände drumherum begonnen. Das Außengelände der benachbarten Kita wurde extra dazugenommen, um mehr Platz zu haben.

115 Kinder von 7 bis 12 Jahren nehmen allein in Weiskirchen gewöhnlich teil. Aktuell sind es nur 62. Das kommt der Pflicht zum Abstandhalten sehr entgegen.

Ob die Ferienspiele überhaupt stattfinden können, wag diesmal „äußerst spannend“, sagt Teamleiter Stefan Usak. „Ständig änderten sich die Vorschriften, die Ungewissheit war für uns wie auch die Eltern sehr groß.“ Nach etlichen Videokonferenzen mit Kolleginnen und Kollegen vom Arbeitskreis Ortsjugendbetreuung, der beim Kreis Offenbach angesiedelt ist, und dem Kreisgesundheitsamt stand dann allerdings fest: „Wir trauen uns!“ Bedeutet: Von Weiskirchen zieht der städtische Ferienspielzirkus im 14-Tage-Rhythmus weiter nach Jügesheim in die Georg-Büchner-Schule und von dort ins Jugendhaus Dudenhofen. Die Ferienspiele folgen einem strengen Hygienekonzept. Die Gruppen sind diesmal nicht nur viel kleiner (maximal 13 Kinder), sondern dürfen sich vor allem nicht mischen. Jeder Gruppenraum hat einen separaten Zugang. Jede Gruppe macht ihr eigenes Programm, es gibt kein übergeordnetes Ferienspielmotto und kein gemeinsames Abschlussfest mit den Eltern wie die Jahre zuvor. Die Kinder dürfen sich auch nur einmal anmelden. Früher konnten sie das für alle Stadtteile.

Die 13 Betreuer um die Teamleiter Stefan Usak und Arian Mir Allay haben Außenwaschbecken zum Händewaschen aufgebaut. Tische, Stühle und mehr in den Räumen werden regelmäßig desinfiziert. Maskenpflicht besteht – analog zu Kitas – keine. Mit einer Ausnahme: Die Betreuer eines mehrfach behinderten Kindes müssen den Mund-Nase-Schutz tragen. Die Betreuungszeiten wurden verkürzt auf 9 bis 15 Uhr, es gibt also keine Frühbetreuung.

Die Unsicherheit im Vorfeld und die reduzierte Betreuungszeit hatten etwa 100 Stornierungen zur Folge. Jetzt fällt alles – coronagerecht – kleiner aus. „Das Gute daran ist, dass man viel besser auf die einzelnen Altersgruppen eingehen kann“, erläutert Usak. Es gibt mehr Bastelangebote als früher, und die Ausflüge finden ausschließlich in Kleingruppen statt. Auf ein besonders spritziges Vergnügen wollte man bei den sommerlichen Temperaturen aber auf keinen Fall verzichten: die Wasserolympiade mit Wasserbombenvolleyball.  bp

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