Stadt prüft Vorstellungen der Bürger

Wunsch nach Parkplätzen in Jügesheim

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17 eingezeichnete Parkplätze gibt es auf der Henri-Dunant-Straße. Anwohner meinen, es sei noch Platz für weitere. Die Stadt prüft das jetzt.

Jügesheim - Die Straßenverkehrsbehörde prüft, ob weitere Parkplätze in der Henri-Dunant-Straße vertretbar sind. Unsere Zeitung hatte die Stadt auf Bürgerwünsche nach mehr Stellplätzen in dieser verkehrsberuhigten Zone hingewiesen.

Aufgekommen waren die Forderungen nach mehr eingezeichneten Parkplätzen, nachdem Ordnungsamtsmitarbeiter Anlieger wegen Falschparkens auf einer Grünfläche unmittelbar an der Straße aufgeschrieben hatten. Der Knöllchenärger hat nun vielleicht bald ein Ende. Die Stadt weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass in einem verkehrsberuhigten Bereich die Parkmöglichkeiten für Pkw und die Aufenthaltsflächen für Fußgänger gleichermaßen Beachtung finden müssten. Ein Parkdruck könne zum Beispiel nicht damit begründet werden, dass Bewohner ihre Stellplätze auf dem Grundstück anderweitig nutzen oder einen Parkplatz direkt vor dem Haus vermissen. In der Vergangenheit habe es keine Hinweise auf einen Parkdruck in der Henri-Dunant-Straße gegeben. Die Stadt werde diesen Hinweis jetzt aber prüfen „auch im Hinblick auf die Möglichkeiten des Parkens auf dem eigenen Grundstück“.

Die umstrittene Grünfläche sei als Wiesen-/Rasenfläche erstellt und als solche im Grünflächenkataster aufgenommen. Sie werde gemäß dem städtischen Pflegeplan regelmäßig gemäht. Gewiss sei die Fläche relativ kahl. Deswegen könne der falsche Eindruck entstanden sein, es handele sich nicht um eine gewollte und gestaltete Grünfläche. Das rechtfertige es aber nicht, dort einfach das Auto abzustellen. Der Fachbereich Grünflächen erläutert, „dass auch extensiv anglegte Grünflächen ein wichtiger Bestandteil des Stadtgrüns sind. Durch die Extensivierung der Pflege können sich Pflanzen und Kräuter ansiedeln, die auf stark gemähten Flächen keine Lebensgrundlage finden würden. Gerade diese Kräuter sind erwünscht, da sie eine wichtige innerstädtische Nahrungsquelle für Insekten wie Honig- und Wildbienen sind.“

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Zwei Anwohnerinnen hatten gegenüber unserer Zeitung erklärt, die Stadt habe in früheren Jahren mit Hinweis auf Parkmöglichkeiten auf der Grünfläche die Einzeichnung weiterer Stellplätze auf der Straße abgelehnt. Der aktuelle Parkdruck sei durch eine verdichtete Bauweise auf einem bisherigen Einfamiliengrundstück entstanden. Hinzu komme die fragwürdige bauliche Lösungen für eine Tiefgaragenzufahrt. Sie sei derart steil, dass die Parkgarage so gut wie nicht genutzt werde. (bp)

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