Neue Theatersaison kann nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten

Rodgauer Zuschauer müssen mitspielen

Jenny Jürgens (links) und Gabriela Benesch vorm Plakat von Udo Jürgens.
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Ein Muss für alle Fans von Udo Jürgens: Tochter Jenny (links) und Gabriela Benesch, langjährige Freundin der Familie, die Anekdoten aus dem Leben des Künstlers erzählt.

Auch in Corona-Zeiten soll das Verlangen nach Kultur gestillt werden. Die Spielplanmacher der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt (AKSE) haben sich deswegen auch für die schwierige Saison 2020/21 viel Mühe gegeben und ein abwechslungsreiches Theaterprogramm zusammengestellt. Allerdings lässt die erfahrene AKSE-Mitarbeiterin Silke Ott keinen Zweifel daran, dass auch alles ganz anders kommen kann: „Ich arbeite auf Sicht“, sagt sie.

Rodgau - Denn immer wieder können sich die Vorgaben für Veranstaltungen ändern. Derzeit planen die Organisatoren im großen Saal des Bürgerhauses Nieder-Roden mit 137 Zuschauern. Doch die Besucher müssen mitspielen: Nur wenn sich alle an die Regeln halten, kann Theater und Kabarett stattfinden.

Mit einem ausgeklügelten System von Einbahnregelungen, dem Ablegen der Mund-Nasen-Masken nur am Sitzplatz, dem Wegfall von Pausen und Bewirtung sowie personalisierten Tickets soll ein sicherer Theaterbesuch möglich sein. „Wir werden immer wieder Neubewertungen vornehmen“, kündigte Bürgermeister Jürgen Hoffmann einen „verantwortungsvollen“ Umgang mit der Situation an.

Von der Boulevardkomödie über klassisches Charakterstück bis zu modernem Schauspiel gibt es in der Sparte Theater eine abwechslungsreiche Mischung. Bei der Kleinkunst reicht die Bandbreite von Kabarett&Comedy bis zum A-cappella-Gesang. Der Einzelticketverkauf hat nun begonnen.

Gestartet wird – es ist ja schließlich Beethoven-Jahr – mit dem Klavier-Kabarettisten Michael Sens und dessen neuem Programm „Unerhört Beethoven“ am 2. Oktober.

Mit Lessings Bühnenklassiker „Nathan der Weise“, 25. Oktober, in der Titelrolle TV-Star Peter Kremer, steht gleich zu Beginn eines der wichtigsten Werke der Theaterliteratur auf dem Programm . Bei „8 Frauen“ am 4. Dezember erleben die Zuschauer die Theateradaption des gleichnamigen preisgekrönten Erfolgsfilmes.

Ein kleines Jubiläum feiert die „Rodgauer Lachnacht“ am 16. Januar. Zum fünften Mal findet dieses Kabarett&Comedy-Spektakel statt, mit fünf Attraktionen der vergangenen Jahre: Hennes Bender, Ingmar Stadelmann, Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Roger Stein und wie gewohnt Moderator Ole Lehmann.

Raffiniert bissige Polit-Satire und Gesellschaftskritik vom Feinsten sind garantiert mit dem Berliner Kabarett „Die Distel“ am 19. März und mit Simone Solga am 29. April. Ebenfalls vom Feinsten aus dem a cappella-Bereich ist die Stimmensensation „Ringmasters“ am 22. Mai. Die vier smarten Schweden begeistern mit ihrem Barbershop-Sound große Bühnen in ganz Europa. In der Studioreihe gibt es ein herrliches Wiedersehen mit Stefan Waghubinger bereits am 22. Oktober. Er steht mit neuen Kabarettprogramm „Ich sag’s jetzt nur zu Ihnen“ auf der Bühne und ist immer wieder ein großer „Wiederholungswunsch“ des Rodgauer Publikums.

Auch eine Sonderveranstaltung wird es wieder geben: Die Udo-Jürgens-Story am 18. März. Liebhaber dieser Musik sollten sich diesen Termin unbedingt reservieren, denn selbst Tochter Jenny Jürgens behauptet: „Diese Aufführung ist ein Muss für alle Udo-Fans“. Von Alex Parker werden nicht nur alle Hits live vorgetragen, sondern eine langjährige Freundin der Familie erzählt zudem spannende, humorvolle und teils unbekannte Anekdoten aus dem Leben des Künstlers.

Für die Jüngsten, ab etwa fünf Jahren, gibt es ebenfalls wieder ein Theaterangebot: „Das Sams feiert Weihnachten“ und zwar schon am 28. November. „Ritter Rost“ gibt am 17. Januar eine Best-of-Revue und am 20.März entführt das mystische Windmärchen „Das Hexenlied“ die Kinder in eine fantastische Traumwelt. Näheres über Preise und Ermäßigungen sowie Details zu den Aufführungen sind im Internet zu finden oder in der AKSE, Schwesternstraße 10, Telefonnummer 06106 693-1227, zu erfragen. (siw) 

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