Außergewöhnlicher Einsatz

Feuerwehr rettet Katze aus winzigem Spalt

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Die Katze klemmte in diesem winzigen Spalt.

Rödermark - Die Feuerwehr hat eine Katze aus einem nur wenige Zentimeter breiten Spalt zwischen zwei Garagen befreit. Von Michael Löw

Weil alles Locken und Rufen vergeblich war, musste am Ende der Bohrhammer ran. Große Aufregung am Wochenende in der Schömbsstraße. Dort steckte eine Katze zwischen zwei Garagen fest. Die Besitzer hatten sie am Samstagabend vermisst, gesucht und wenig später auch gefunden. Allerdings in misslicher Lage: Sie klemmte in einem Spalt, der vorne nur wenige Zentimeter breit war und sich nach hinten quasi auf Null verringerte. Liebevolle Rufe und Leckerlis brachten die Mieze nicht in Bewegung. Am Sonntag kurz nach 10 Uhr rückte deshalb zunächst die Urberacher und dann auch die Ober-Röder Feuerwehr an. „Wir haben zwar gesehen, dass es der Katze insgesamt nicht schlecht ging. Sie konnte den Kopf drehen. Aber sonst hat sie sich in keine Richtung mehr bewegen können“, schilderte Urberachs Wehrführer Dieter Rumpf die Situation beim Eintreffen der freiwilligen Helfer.

Doch auch die waren schnell am Ende ihrer einfachen Möglichkeiten: Die Katze mochte weder an einem Seil hochklettern, das ein Feuerwehrmann in den Spalt senkte noch ließ sie sich von einem Alustab Richtung Freiheit transportieren. Selbst der Versuch, die Garagenwände mit einem Hebekissen ein paar Millimeter auseinanderzudrücken, schlug fehl. Die Ober-Röder Wehr stemmte schließlich mit dem Bohrhammer ein Loch in die Wand der Nachbargarage. Die Katze hatte einen gehörigen Schrecken war aber frei. Die Helfer hatten sich für den Befreiungsversuch von der Nachbarseite her entschieden, weil die Wand aus Steinen gemauert war.

Bilder: Feuerwehr rettet Katze aus Spalt

Die Garage der Katzenbesitzer dagegen war aus Beton mit Stahlarmierungen, sie zu knacken hätte ungleich länger gedauert und größeren Gebäudeschaden verursacht. Nachdem die Feuerwehrleute diesen Sachverhalt den Nachbarn erklärt hatten, legte sich der anfängliche Ärger der Nachbarn schnell, sagte Dieter Rumpf. Gedauert hat der sonntägliche Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute knapp zwei Stunden.

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