Erste-Hilfe-Kurs beim Tischtennisclub DJK Ober-Roden

Rödermark: Den Tod verhindern lernen

Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Hilfe eines Defibrillators hatte bisher kaum jemand aus den Reihen der DJK geübt. Jetzt hatten die Sportler Gelegenheit dazu.
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Rödermark: Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Hilfe eines Defibrillators hatte bisher kaum jemand aus den Reihen der DJK geübt. Jetzt hatten die Sportler Gelegenheit dazu.

Einen Menschen sterben sehen, ohne helfen zu können: Das erlebte ein Betreuer des Tischtennisclubs DJK gemeinsam mit Spielern und Zuschauern bei einem Punktspiel. Sein Verein organisierte in Rödermark einen Ersten-Hilfe-Kurs, damit sich so etwas nicht wiederholt.

Rödermark – Ein erschütternder Erlebnis war es, das die Tischtennisabteilung des DJK Ober-Roden zu schnellem Handeln veranlasst hat: Bei einem Punktspiel war vor drei Wochen ein Spieler des Gegners an der Platte zusammengebrochen und gestorben. Ähnlich Dramatisches war kurz zuvor aus einem anderen Bundesland bekannt geworden. Eine junge Spielerin wurde zwar noch reanimiert, doch konnte nicht mehr gerettet werden.

Diese beiden Vorfälle ließen den DJK-Vorstand aktiv werden, um für lebensbedrohliche Ernstfälle besser gewappnet zu sein. Auf eine spontane Anfrage bei Wolfgang Müller, dem Vorsitzenden des Roten Kreuzes in Ober-Roden, mit der Bitte um praktische Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse kam sofort ein Lehrgang für Spielerinnen und Spielern sowie Vorstände zustande. Und war umgehend mit 13 Teilnehmern ausgebucht.

Felix Luft vom Rettungsdienst des DRK ging angenehm sachlich, aber auch sensibel sieben Stunden lang alle grundlegenden Unfall- und Verletzungsmöglichkeiten durch, ließ die einzelnen Situationen in Kleingruppen vorbereiten. Vom Verhalten bei Verkehrsunfällen, Rettungsmaßnahmen, Erstversorgung von Unfallopfern ging es über Bruch-, Schnitt- und Brandverletzungen oder allergische Reaktionen auch direkt ins Praktische: Druckverband anlegen, Kopfverband, Verbinden vom Armen und Beinen wurde an den Sitznachbarn geübt.

Absolut still und aufmerksam – kein Wunder nach der tödlichen Herzattacke – waren die DJK-Mitglieder bei den schwerwiegenden Beispielen wie Schock, Herz- und Atemstillstand. Die lebensrettenden Griffe bis hin zum Einsatz des Defibrillators wurden von jedem Kursteilnehmer an einer Puppe geübt. Auch das Abziehen eines Motorradhelmes nach einem Unfall probierten die Kursteilnehmer. Sie alle lernten Erste-Hilfe-Maßnahmen, von denen Sportler und Funktionäre hoffen, dass sie nie gebraucht werden. Aber sie wissen, wie im Ernstfall nun praxisorientierter geholfen werden kann. (Christine Ziesecke)

» djk-ttc-ober-roden.de

» drk-roedermark.de

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