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Rödermark: „Digitalisierung auf gutem Weg“

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Von: Michael Löw

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Keine Online-Termine im Bürgerbüro, keine Koordination zwischen den Fachbereichen, keine Energie bei der Umsetzung der Forderungen des Onlinezugangsgesetzes, Papier statt Bits – glaubt man den Freien Wählern Rödermark, dann ist die Rödermärker Stadtverwaltung ein Hort der Schlafmützigkeit. Die Vorwürfe, erhoben per Pressemitteilung in der vergangenen Woche, bringen Bürgermeister Jörg Rotter auf die Palme:

Rödermark - Zum einen seien sie sachlich falsch, zum anderen sei die Pressemitteilung zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Freien Wähler schon über Fortschritte bei der Digitalisierung informiert gewesen seien.

„Natürlich haben wir einiges aufzuholen“, räumt Rathauschef Rotter ein. „Aber ganz abgesehen davon, dass es uns wie vielen anderen Kommunen geht, wissen die Freien Wähler spätestens seit der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am 7. Oktober, dass wir mit Hochdruck an diesen Themen arbeiten und dass mit weiteren Maßnahmen auf dem Weg zu einer digitalen Verwaltung in Kürze zu rechnen ist.“ Vor diesem Hintergrund mit Kritik an die Öffentlichkeit zu treten, sei kontraproduktiv.

In der Sitzung hatte der Bürgermeister Stellung zu einen FWR-Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung genommen. Darin wird die Einrichtung einer „Bürger-App Rödermark“ gefordert. Rotter teilte mit, dass eine solche App derzeit vorbereitet werde – in Verbindung mit einer neugestalteten städtischen Homepage, die auch ein erheblich erweitertes Online-Angebot inklusive Terminvereinbarung beinhalte. Noch in diesem Jahr könnten Termine im Bürgerbüro online gebucht werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien sogar schon geschult worden.

Darüber hinaus steht das Thema „Smart City“ nach einer Initiative Rotters auf der Tagesordnung der nächsten Dienstversammlung der Bürgermeister der Kreiskommunen. „Ich habe den Landrat gebeten, darüber städteübergreifend zu diskutieren und Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit auszuloten“, so Rotter. Er berichtete zudem über Fortschritte in Sachen Onlinezugangsgesetz. Dafür habe er eine eigene Verwaltungseinheit ins Leben gerufen, die sich dieses Themas konzentriert.

Der FWR-Fraktionsvorsitzende habe daraufhin zugesichert, seine Fraktion werde prüfen, ob der Antrag aufrechterhalten werden müsse, denn eigentlich habe er sich erledigt, berichtet der Bürgermeister und kritisiert: „Zwei Wochen später wirft man uns wider besseres Wissen Untätigkeit vor.“ Rödermarks Verwaltung verharre keineswegs in veralteten Strukturen, sondern sei mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in puncto Digitalisierung auf einem guten Weg.  (Michael Löw)

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