Kritik an Stillstand

Discoruine: SPD will Investoren an kurze Leine nehmen

Ober-Roden - Die Ruine des „Paramount-Park“ wuchert immer weiter zu, vom mit viel Vorschusslorbeeren bedachten „Quartiershof Kapellenstraße“ ist nichts zu sehen.

Dabei hatte die Stadtverordnetenversammlung für dieses Projekt schon im Februar 2016 den Bebauungsplan zwischen Friedhof und Rödermarkring geändert. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Samuel Diekmann kritisiert diese fast zweieinhalb Jahre Stillstand und kann über die Begründung nur den Kopf schütteln. Die potenziellen Investoren – Bruno Faust (Frankfurt, „Paramount-Park“) sowie Lothar, Udo und Roger Frank (Rödermark, Fußballhalle und Sauna) – hätten Bürgermeister Roland Kern mitgeteilt, dass sie es noch nicht geschafft hätten, eine wichtige rechtliche Grundlage zu legen und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zu gründen. Doch ohne die darf nicht gebaut werden.

Die SPD fühlt sich über den Tisch gezogen. „Wenn sich die Investoren jetzt nicht bewegen, dann müssen wir den Beschluss vom Februar 2016 eben notfalls noch mal ändern oder zurücknehmen!“ fordert Norbert Schultheis. Als Konsequenz will die SPD dafür sorgen, dass ähnliche Beschlüsse nur noch mit zeitlichen Vorgaben und Auflagen an die Investoren getroffen werden.

„Wir haben es am Bahnhof in Ober-Roden erlebt und jetzt auch an der Kapellenstraße. Unsere Beschlüsse dürfen keine Blankofreibriefe an die Investoren sein, die danach tun und lassen könnten was sie wollen. Jahrelanger Stillstand kann nicht im Rödermärker Interesse sein!“, will Diekmann Groß-Bauherrn an die kurze Leine nehmen. Die SPD hat einen Antrag in die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht, um diese Grundsatzentscheidung sicherzustellen. Langes Nichtstun dürfe sich jedenfalls nicht wiederholen. (lö)

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