Heinz Dense legte vor 50 Jahren den Grundstein für ein erfolgreiches Büro

Rödermark: Drei Generationen Architekten

Vor 50 Jahren gründete Heinz Dense (links) in Urberach ein Architekturbüro. Sein Sohn Holger (Mitte) stieg 1992 ein, und mit Enkel Maximilian (rechts) steht die dritte Generation in den Startlöchern.
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Rödermark: Vor 50 Jahren gründete Heinz Dense (links) in Urberach ein Architekturbüro. Sein Sohn Holger (Mitte) stieg 1992 ein, und mit Enkel Maximilian (rechts) steht die dritte Generation in den Startlöchern.

Was 1970 als Ein-Mann-Betrieb in einer Dachgeschosswohnung begann, ist zu einem renommierten Unternehmen in Rödermark mit mehreren Mitarbeitern geworden. Das Architekturbüro Dense im Urberacher Goldammerweg feiert seinen 50. Geburtstag. Im Jubiläumsjahr steigt die dritte Generation ins Geschäft ein.

Rödermark - Der Gründer, Heinz Dense, zog 1964 mit seiner Familie von Stuttgart nach Urberach. Sechs Jahre arbeitete er als angestellter Architekt in einem Eppertshäuser Büro. „Aber ich war schon immer vom Wunsch erfüllt, selbstständig zu sein“, sagt der heute 86-Jährige. Im Mai 1970 wurde dieser Wunsch in der Liebigstraße 47 Wirklichkeit.

Er engagierte sich in Vereinen und brachte seinen Sachverstand für die CDU in die Kommunalpolitik ein. 21 Jahre gehörte er dem Bauausschuss an. 1989 schied Heinz Dense aus der Kommunalpolitik aus, er erhielt die Ehrenbezeichnung „Stadtältester“.

Im Architekturbüro unterstützte ihn von Anfang an seine Frau Ilse. Die Kinder kamen nach und nach dazu. Sohn Holger beendete sein Studium 1992 und stieg ins väterliche Geschäft ein. Auch für Tochter Silke war das Urberacher Büro der Einstieg. Kurze Zeit später gründete sie mit ihrem Mann in Darmstadt ein eigenes Büro.

Heinz Dense plante zunächst Einfamilien-, dann Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Geschäfte, Gewerbegebäude, Gaststätten, Hotels, Banken und Sportanlagen komplettierten die Referenzliste. Nach der Wende betrieb Heinz Dense zwölf Jahre lang eine Zweigniederlassung in Thüringen. Sein größtes Projekt: 64 Wohneinheiten.

Daheim, in Urberach, war Heinz Dense für die Erweiterung des Rathauses und die Sanierung des Fachwerkhauses am Häfnerplatz, in dem heute das „Ebbelsche“ Freunde der hessischen Küche lockt, verantwortlich. Die Auflagen des Denkmalschutzes machten diesen Umbau zu einer Herausforderung.

Qualität, Kostenkontrolle, Vertrauen und einen intensiven Kontakt zu den Bauherrn nennt Heinz Dense als Maxime seiner Arbeit.

Der Seniorchef steht seinem Nachfolger bis heute unterstützend und beratend zur Seite. Denn 2002 übernahm Holger Dense (heute 57) das Büro, das inzwischen im Goldammerweg zwei Etagen mit Loftcharakter belegt. Außer dem Chef zeichnen und planen dort vier Architekten und Bauingenieure sowie eine Werksstudentin, die an der TU Darmstadt ihren Master macht. Ehefrau Sabine Dense kümmert sich um Sekretariat und Buchführung.

CAD-Zeichentechnik und dreidimensional animierte Projekte machen die Arbeit für Fachleute leichter und Bauherrn transparent. Zu den klassischen Leistungen eines Architekturbüros kommen bei Holger Dense Energieberatung bei Neubauten und Sanierungen. Außerdem ist er Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz. Dieses Wissen hilft, Unfälle auf Großbaustellen zu vermeiden. Davon profitieren Bauträger, Privatbauherren und Gewerbetreibende.

„Wir können in diesen 50 Jahren auf 1 200 erfolgreiche Projekte zurückblicken“, zieht Holger Dense Bilanz. Zu seinen Urberacher Herausforderungen zählt er den Bau der Sparkasse am Taubhaus und die Sanierung des Hotels „Odenwaldblick“ nach einem Großbrand Anfang der Neunzigerjahre. Diese Herkulesaufgabe bewältigte Holger Dense so gut, dass der Hotelier ihn jetzt mit der Erweiterung beauftragte.

Außerdem arbeitet Holger Dense seit vielen Jahren mit einem Rödermärker Ingenieurbüro an neuen technischen Gebäuden für die Energieversorgung.

Maximilian Dense will die dritte Architektengeneration in der Familie werden. Der 21-Jährige beginnt im Wintersemester sein Studium an der FH Darmstadt. Seine Ziele beschreibt er so: „Ich will genauso breit gefächert arbeiten wie mein Großvater und mein Vater und das Büro mit neuen Ideen in die Zukunft führen.“  (Michael Löw)

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