Eisberg zerschmettert Hoffnungen

Titanic: Dreimal ausverkauftes Haus für „Flame“ und die Musical Factory

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Blick in den Orchestergraben und auf die Bühne: Die entstehende Verwirrung und das ansteigende Chaos der Katastrophe prägen den zweiten Teil des Musicals.

Dreimal war die Kulturhalle am Wochenende ausverkauft. Die in Groß-Umstadt beheimatete Musical Factory und der Chor „Flame - wir brennen für Musik“ des AGV Eintracht Münster freuten sich bei ihrem Gemeinschaftsprojekt „Titanic - Das Musical“ über mehr als 1600 Besucher.

Ober-Roden – Die feierten die Darsteller nicht nur bei der Premiere am Freitag, sondern auch bei den Aufführungen am Samstag und Sonntag. „Der Applaus ist das Brot des Künstlers“, erinnerte Ralph Scheiner, Vorstand und künstlerischer Leiter der

Musical Factory, in einer ersten Bilanz an ein berühmtes Zitat. Applaus gab es zur Freude der rund 100 Mitwirkenden reichlich. Heute vor 107 Jahren sank die Titanic auf ihrer Jungfernfahrt nach New York, fünf Tage nachdem sie am 10. April 1912 in Southampton ausgelaufen war. Die Musical Factory, die erstmals mit „Flame“ zusammen arbeitete, hatte die Premiere ihres neuesten Projekts daher bewusst auf das vergangene Wochenende gelegt. Unter der künstlerischen Leitung von Ralph Scheiner (Musical Factory) und Oliver Zahn (Flame) stach man in See, Axel Staudinger führte Regie. Sonja Wendenburg leitete die Tanzcrew.

Die amerikanischen Autoren Maury Yeston und Peter Stone stellen im ersten Akt ihres Musicals neben den historischen Eckdaten vor allem die persönlichen Hoffnungen und Träume vieler Passagiere der 1. und 3. Kasse und Crew-Mitglieder in den Fokus. Die Kollision mit dem Eisberg erschütterte kurz vor der Pause die Kulturhalle, den zweiten Akt prägte das zunehmende Chaos der Katastrophe. 60 Menschen standen teilweise gemeinsam auf der Bühne, unterstützt von den 30 Musikern im Orchestergraben.

Die Muscial Factory, die unter dem Dach des evangelischen Dekanats Groß-Umstadt agiert, feiert mit den Titanic-Aufführungen gleichzeitig ihr 20-jähriges Bestehen. Seit 2010 ist sie immer wieder in der Kulturhalle zu Gast. „Die Kulturhalle ist im Umkreis die am besten geeignete Halle“, meint Ralph Scheiner mit Blick auf Bühnenmaße, technische Ausstattung und den Orchestergraben. Bereits seit dem 4. April war die Musical Factory mit dem Aufbau beschäftigt. Weitere Aufführungen des Musicals folgen in der Alzenauer Räuschberghalle (1. und 2. Juni), auf dem Groß-Umstädter Marktplatz (16. und 18. August) und in der Kulturhalle Münster (25., 26. und 27. Oktober).  

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