Lohnende Projekte und besondere Treffpunkte in der Stadt

Erlebnis-Stadtplan für die Jugend

Zufriedene Gesichter gab es bei der Vorstellung des Rödermärker Erlebnisstadtplans für Kinder und Jugendliche unter allen beteiligten.
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Zufriedene Gesichter gab es bei der Vorstellung des Rödermärker Erlebnisstadtplans für Kinder und Jugendliche unter allen beteiligten.

Rödermark - Drei Jahre ist er gereift von der ersten Idee bis zum Druck und zur Vorstellung am diesjährigen Weltkindertag: der Rödermärker Kinder- und Jugendstadtplan, gefördert von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Diakonie Hessen im Rahmen des „Drin“-Projekts.

Er ist ein Lotse für junge Menschen und ihre Familien zu spannenden Orten in Ober-Roden, Urberach, Waldacker, Messenhausen und auf der Bulau. Was gibt es eigentlich an Angeboten für den Nachwuchs in Rödermark? Gefördert vom „Drin“-Projekt - „Dabei sein, Räume entdecken, initiativ werden, Nachbarschaft leben“ - haben die Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung des evangelischen Dekanats Rodgau, Sandra Scholz, und Stephanie Grabs, Leiterin der Abteilung Jugend bei der Stadt Rödermark, federführend an einem „Erlebnisstadtplan“ für die Kommune gearbeitet, der genau darüber informiert.

Tatsächlich sind es gleich drei Stadtpläne geworden, gedruckt auf besonders strapazierfähigem Papier und geordnet in einem leuchtend grünen Schuber, dessen Inhalt nicht nur neu zugezogenen Familien Orientierung bieten soll: Wo sind die nächsten Spielplätze? Was bieten Stadt, Kirchengemeinden und Vereine jungen Menschen an? Und wo kann man im Sommer ein leckeres Eis kaufen? Besonders ist auch, dass alle Beteiligten von Anfang an darauf Wert gelegt haben, die Zielgruppen, also Kinder und Jugendliche, durchgängig zu beteiligen. „Welche Orte müssen aus eurer Sicht in so einem Stadtplan aufgenommen sein?“ war dabei eine der Leitfragen.

Indes endete die Beteiligung hiermit nicht: Auch bei der Gestaltung des Wegweisers bis hin zur Auswahl der passenden Piktogramme für die Ortskategorien nutzten sie ihr Mitsprachrecht. „Von der Jugend für die Jugend“ ist daher keine Floskel, sondern mit über 130 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kirchen, Kitas und Schule gelebte Beteiligung. Bei der Erstpräsentation im evangelischen Gemeindehaus Ober-Roden dankten Pfarrerin Sandra Scholz und Stephanie Grabs den Förderern des Projekts ebenso wie allen Partnern von den evangelischen Kirchengemeinden in Rödermark über den katholischen Kindergarten Sankt Nazarius Ober-Roden bis zum Hort der Kita Pestalozzistraße in Urberach sowie der Schulkindbetreuung in den Rödermärker Grundschulen: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Beteiligung, Information und Teilhabe.

Dies konnte - initiiert durch die AG Kinderrechte - mit der Arbeit im Drin-Projekt verwirklicht werden, und darauf sind wir sehr stolz“, sagte dazu Stephanie Grabs. „Und wir freuen uns sehr über die bereits erfolgten Rückmeldungen“, ergänzt Sandra Scholz, „dass unser neuer Stadtplan auch für viele Erwachsene eine tolle Sache ist.“

Vor allem die vielen Bildungsziele, die der Stadtplan wortwörtlich und ideell beinhaltet, hob Dekan Carsten Tag in seinem Grußwort zur Vorstellung des Stadtplans hervor: „Nur wenn ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt, wisst ihr, was wichtig für euch ist und was euer Leben schön macht“, ermutigte er den Nachwuchs, sich weiter für die eigenen Interessen und Bedürfnisse einzubringen.

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Henning Merker, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Offenbach-Dreieich- Rodgau dankte ebenfalls allen Beteiligten und lobte die gelungene Kooperation zwischen Staat, Kirche und Diakonie. „Es ist mehr als nur ein Stadtplan, es ist ein Stück Identität, wenn ihr, eure Freunde, aber euch Fremde eure Stadt damit entdecken könnt.“ „Viele Bilder, viele Infos, schnell und gut verständlich“ - mit diesen Worten lobte Erster Stadtrat Jörg Rotter das kunterbunte Druckerzeugnis, das ab sofort über alle beteiligten Einrichtungen sowie in den Rathäusern in Urberach und Ober-Roden erhältlich ist. Auch der Neubürgermappe der Stadt soll der Plan ab sofort beiliegen.

Pfarrerin Margarete Reinel, die das Drin-Gesamtprojekt im Auftrag der EKHN und der Diakonie leitet, sagte zunächst einfach nur „Toll!“ Das Rödermärker Projekt sei eines von wenigen der insgesamt 27 „Drin“-Projekte, in dem Kinder von Anfang an so stark beteiligt waren. „Wo sind wir sicher? Wo macht’s Spaß? - Das alles habt ihr untereinander diskutiert und den Erwachsenen gezeigt, wie ihr die Welt seht. So lernt man Demokratie, und so entsteht Gemeinschaft.“ (bp)

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