Computer-AG an Urberacher Schule

Erste Schritte in die digitale Zukunft

Nur nicht wackeln: Die neue Computer-AG der Schule an den Linden verlegte das alt bekannte Geschicklichkeitsspiel „Der heiße Draht“ ins digitale Zeitalter.

Urberach – Digitales Lernen beginnt in der Schule an den Linden schon in der dritten Klasse. Der Informatiker Dr. Matthias Hallmann und Konrektor Benedetto Caudillo haben die AG „Calliope - Der kleine Hacker“ ins Leben gerufen.

Zusammen hatten sie Ende 2018 das Geld für 25 Calliope-Minicomputer bereitgestellt.

Die Entwicklung des Calliope-Computers – Mikro-Controller ist seine technisch exakte Bezeichnung – wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegeben. Viele namhafte Unternehmen, darunter Dax-Konzerne, unterstützten das Vorhaben. Neben der Hardware, die außer einem kleinen Display, auch LEDs, Mikrophon und Lautsprecher, Bluetooth, Licht- und Bewegungssensoren enthält, gibt es eine spezielle Programmierumgebung und eine grafische Programmiersprache für Kinder und Jugendliche. Was die Sensoren alles erfassen, merkten die Kinder beim Knacken des Süßigkeiten-Tresors. „Da ging immer ein Alarm an, wenn wir in die Kiste greifen wollten“, erzählten Marie und Chaymaa, die zusammen mit 14 weiteren Jungen und Mädchen an der AG teilgenommen haben.

Der Calliope soll in ganz Deutschland im Unterricht als ein Bestandteil der digitalen Bildung eingeführt werden. „Wir wollen den Kindern schon in der Grundschule das Programmieren beibringen und zeigen, was hinter einem Programm steckt. Sie schlüpfen in die Rolle eines Projektmanagers, eines Entwicklers, eines Spiele-Designers und lernen auch das Zusammenarbeiten im Team“, erklärt Matthias Hallmann, der Ende der 70er Jahre mit seinem Informatikstudium begann.

Die Calliope-AG hat viele kleine Programme entwickelt. Darunter waren ein digitaler Eierlauf, ein Stromleitungsprüfer, ein Lärmsensor, das bekannte Geschicklichkeitsspiel „Der heiße Draht“ und vieles mehr. Fortgeschrittene können Motoren und andere externe Hardware anschließen.

„Die Digitalisierung schreitet sehr schnell voran, und unsere Kinder wachsen mit Programmen auf. Wir wollen schon als Grundschule darauf reagieren und natürlich auch auf den sinnvollen Umgang mit dem Internet hinweisen“, zog Rektorin Andrea Schöps ein erstes Fazit.  lö

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