Kolpingsfamilie kocht bergeweise Obst und Gemüse ein

Rödermark: Fast 100 Einweckgläser gefüllt

Helfer der Kolpingsfamilie Ober-Roden kochen Obst und Gemüse ein.
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Rödermärker Freiluft-Küche: In einer so urig-idyllischen Umgebung wie dem Garten der Familie Schoßer macht gemeinsames Einkochen Spaß.

Welcher Hobbygärtner kennt dieses Luxusproblem nicht? Gerade im Spätsommer ist die Ernte so reichlich, dass man nur das wenigste Gemüse und Obst frisch verspeisen kann. Die Kolpingsfamilie Ober-Roden bat deshalb zum großen Einkochen. Und die Mühe hat sich gelohnt.

Rödermark - 11 Gläser Gurken, 16 Gläser Kürbis süß-sauer, 30 Gläser Pfirsichmarmelade, 4 Gläser Apfelmus, 33 Gläser Gemüse-Relish standen auf langen Tischen – und dazu ein Topf voll köstlich duftendem Pesto. „Aber das haben wir zu Mittag schon mit Nudeln selbst aufgegessen“, lachte Jürgen Schott, einer der Köche und Köchinnen der Kolpingsfamilie, die dieses Einkoch-Event ins Leben gerufen haben. Sie hatten eigentlich geplant, im urigen Garten von Familie Schoßer gespendetes oder selbst geerntetes Obst und Gemüse zugunsten des Basars beim Adventsmarkt einzukochen.

Aber was ist, wenn der Markt wegen der Corona-Pandemie abgesagt wird? Dann gibt’s wohl auch keinen Basar. „Wir sind im Kopf bei unseren Planungen allerdings schon ein Stück weiter auf der Suche nach Alternativen“, sagt Manuela Murmann, doch solange die Situation so ungewiss ist, sind das noch schillernde Seifenblasen. Also werden Manuela Murmann, Sandra Jäger, Monika Gebauer, Beate Wohlgemut und weitere eifrige Köche ihre eingekochten Produkte zunächst untereinander im Verein und da vor allem auch für Präsentkörbe und Ähnliches verwenden. Das gemeinsame Mittagessen sollte wenigstens ein bisschen Zeltlager-Gefühl ersetzen, denn auch die traditionelle Sommerfreizeit fiel in diesem Jahr aus.

Keineswegs ausfallen muss zum Glück die jährliche Kleidersammlung: Am Samstag, 26. September, steht ab 8 Uhr wieder der große Kolping-Laster auf dem Sporthallenparkplatz in der Kapellenstraße. Den ganzen Morgen werden wieder deutlich markierte Sammelfahrzeuge an allen Häusern in Ober-Roden, Waldacker und Messenhausen vorbeirollen und sämtliche Kleidersäcke einladen, die die Rödermärker – gut gekennzeichnet – an die Straße stellen. Tragfähige und saubere Bekleidung, paarweise gebündelte Schuhe, Tisch- und Bettwäsche, Stoffspielwaren, Heimtextilien und Lederwaren, aber keine Textilabfälle können dann zugunsten der Kolpingsaktion „Familien für Familien“ abgegeben werden. In Urberach beteiligt sich auch in diesem Jahr die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) an der Sammelaktion. Ein Anhänger steht vom 23. bis zum 27. September auf dem Parkplatz vor dem Kindergarten St. Gallus.  (Christine Ziesecke)

Rödermark: Die fleißigen Köchinnen und Köche können stolz sein: Ihre Arbeit hat sich gelohnt.

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