In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens fallen Beschränkungen weg

Rödermark: Fast wieder Normalbetrieb in Kitas

Bald kommt das Sperrschild weg. Das Badehaus öffnet nächsten Montag für Vereine und Schulen und zwei Wochen später fürs übrige Publikum.
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Rödermark: Bald kommt das Sperrschild weg. Das Badehaus öffnet nächsten Montag für Vereine und Schulen und zwei Wochen später fürs übrige Publikum.

Auf diese Nachricht haben gestresste Eltern und notbetreute Kinder seit Monaten sehnlichst gewartet. Rödermarks Kitas kehren zum sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Und zwar ab heute. Damit ist die Stadt schneller, als das Land vorschreibt: Das gibt den Kommunen Zeit bis zum 5. Juli.

Rödermark - Sozialdezernentin Andrea Schülner erläuterte gestern während der Magistratspressekonferenz die Einzelheiten. Erzieherinnen und Erzieher müssen ab heute keine Masken mehr tragen, die Kinder dürfen wieder zwischen den Gruppen wechseln. Vor allem aber sind praktisch alle städtischen Einrichtungen wieder von 7 bis 17 Uhr offen.

Einzige Ausnahme ist nach Auskunft der Ersten Stadträtin die Kita Sonnenschein in der Odenwaldstraße. Dort könne die Stadt eine Erzieherinnenstelle erst zum 1. September besetzen. Deshalb hat die mit 52 Plätzen vergleichsweise kleine Einrichtung statt zehn nur neun Stunden pro Tag geöffnet.

Kita-Leitung und Eltern sollen sich über die Zeiten verständigen. Dezernentin Schülner schlägt zunächst zwei Varianten vor: von 7 bis 16 Uhr oder von 7.30 bis 16.30 Uhr.

Doch auch das übrige Rödermark kehrt wieder ein Stück ins normale Leben zurück. Auf der Basis der hessischen Corona-Schutzverordnung plant Bürgermeister Jörg Rotter ab der kommenden Woche weitere Öffnungsschritte. Wie können die im Einzelnen aussehen? Das will Rotter mit seinen Kollegen aus allen Kreiskommunen am nächsten Dienstag überlegen.

Auf jeden Fall wird es leichter, Veranstaltungen zu organisieren und auf die Bühnen zu bringen. Das bedeutet, dass es auch für die städtischen Kultureinrichtungen Lockerungen oder Öffnungen geben wird – allerdings unter Auflagen. So will Rotter an der Maskenpflicht in Innenräumen bis zum Sitzplatz festgehalten. Die Maskenpflicht auf allen öffentlichen Plätzen – und somit auch vor den Bahnhöfen – soll aber aufgehoben werden.

Der Bürgermeister will sich Anfang Juli mit dem Ortsvereinsring zusammensetzen. Die Besucherzahl für Veranstaltungen wie zum Beispiel den Sommergarten der Turnerschaft Ober-Roden bleibt gedeckelt. Allerdings werden Geimpfte nicht mitgerechnet, was zumindest theoretisch mehr Gäste bedeuten würde. „Aber wie sollen die Vereine das kontrollieren?“, fragt Rotter.

Über allen Lockerungen steht der Appell der Landesregierung zu einem verantwortungsvollen Verhalten in der Pandemie. Jeder ist angehalten, sich so zu verhalten, dass er sich und andere (vor allem Risikogruppen) keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt. Es wird weiterhin empfohlen, überall dort Masken zu tragen, wo Abstände nicht eingehalten werden können.

Stufenweise läuft auch der Betrieb im Badehaus Rödermark wieder an. Ab dem 28. Juni dürfen Schulen und Vereine wieder schwimmen. 14 Tage später, am 13. Juli, ist das Schwimmbad auch für die Allgemeinheit wieder geöffnet. Details will die Stadt noch bekannt geben.  (Michael Löw)

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