„KOMPASS“-Erhebung der Landesregierung „katastrophal-laienhaft umgesetzt“

FDP Rödermark fordert professionelle Sicherheitsumfrage

Die Kurzbefragung zum Thema Sicherheit, deren Ergebnisse der Magistrat vor ein paar Tagen präsentierte, ist in den Augen der FDP Rödermark ein Flop. Von gut 20 000 Rödermärkern über 18 hatten nur 54 an der Umfrage teilgenommen, die zum Landesprogramm „KOMPASS“ gehört. Diese Rücklaufquote von mageren 0,26 Prozent zeigt, dass die Erhebung „katastrophal-laienhaft“ umgesetzt wurde, kritisiert FDP-Fraktionsvize Dr. Rüdiger Werner.

Rödermark - Die Minimalbeteiligung bei der „KOMPASS“-Umfrage des Landes sei gewiss kein Ausdruck mangelnden Interesses an der Sicherheit in Rödermark, sagt die FDP in Rödermark. Doch weil die Umfrage auf der städtischen Homepage nur mit Müh und Not zu finden war und sich dann auf die beiden Textfelder „dringlichste Probleme“ und „unsichere Orte“ reduzierte, dürfe sich der Magistrat nicht wundern. Werner listet noch eine Reihe handwerklicher Fehler auf, die seiner Ansicht nach brauchbare Ergebnisse verhindert haben.

Die FDP fordert den Magistrat auf, innerhalb der nächsten beiden Jahre eine professionelle Sicherheitsumfrage auf den Weg zu bringen. Als Beispiel nennt Werner den Verein „Bürger für Sicherheit in Rödermark“, der 2008 11 000 Fragebögen verteilt und mehr als 3 000 davon zurück bekommen hat.

Rödermark ist laut Polizeistatistik keine unsichere und schon gar keine gefährliche Stadt. Dennoch haben vor allem Ältere Angst vor Einbrüchen, im Dunkeln an bestimmten Orten unterwegs zu sein oder vor Personengruppen. „Die FDP nimmt dieses subjektive Sicherheitsempfinden schon immer sehr ernst“, sagt Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger. Klares Ziel seiner Partei sei es, dass sich kein Bürger in Rödermark (egal an welchem Ort) unsicher fühlen muss – und das losgelöst von allen polizeilichen Statistiken.

Die FDP stehe deshalb für mehr Präsenz von Polizei und Ordnungskräften, besonders in den Abend- und Nachtstunden, bessere Beleuchtung, Unterstützung von Präventionsarbeit, Videoüberwachung an neuralgischen Punkten, das Bemühen, wieder eine eigene Polizeistation zu bekommen sowie aussagekräftige Sicherheitsumfragen – eventuell nach Quartieren oder aktuellen Themen untergliedert.  (Michael Löw)

Rubriklistenbild: © Michael Löw

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare