Großaufgebot an Einsatzkräften und Material

Feuerwehr übt Rettung aus Hotel

Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe versorgten die Geretteten. Mitglieder der Jugendfeuerwehr stellten die Verletzten dar.
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Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe versorgten die Geretteten. Mitglieder der Jugendfeuerwehr stellten die Verletzten dar.

Rödermark - Großer Trubel rund um das Parkhotel: Beide Stadtteilfeuerwehren hatten dort am Samstag ihre Jahresabschlussübung. Die rund 75 Teilnehmer, darunter auch Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe, waren mit allem angetreten, was ihr Fuhrpark hergab.

Angekündigt war die Übung als erste gemeinsame Jahresabschlussübung der Feuerwehren Ober-Roden und Urberach. Wobei sich manche Teilnehmer am Samstag an eine gemeinsame Abschlussübung im Haus Morija vor einigen Jahren erinnerten. Ganz egal, ob es nun eine Premiere war – im Jahresverlauf üben die beiden Stadtteilfeuerwehren immer mal wieder gemeinsam. „Da wir auch einsatzmäßig immer mehr zusammenarbeiten, wollen wir das weiter verstärken“, meinte am Samstag Frank Schneider, stellvertretender Wehrführer in Ober-Roden. Er hatte die Übung gemeinsam mit Ober-Röder und Urberacher Kollegen geplant. Neben Schneider gehörten Marcel Krayer, Björn Aschemann, Martin Gerhold und Carsten Gerhold der Vorbereitungsgruppe an, die die Übung in Absprache mit den Hotelverantwortlichen ausgearbeitet hatte.

Das Nebengebäude bildete den Schwerpunkt. Angenommen wurde ein Brand in dem unterirdischen Gang, der beide Gebäudeteile miteinander verbindet. Das „Feuer“ griff danach auf die oberen Stockwerke über. 38 Betroffene mussten laut Übungsszenario aus dem Gebäude gebracht werden: Unverletzte genauso wie Personen mit schweren Brandverletzungen. Die wurden von Mitgliedern der Jugendfeuerwehren gespielt, auch einige Dummys waren im Einsatz. Menschen mussten aus dem Kellergang, dem Erdgeschoss und dem ersten Stockwerk in Sicherheit gebracht werden. Die Verletzten wurden an die Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe übergeben.

Dass solch groß angelegte Übungen durchaus sinnvoll sind, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen, wurde am Samstag deutlich. Unter anderem, da das Parkhotel erst kürzlich eine neue Brandmeldeanlage bekommen hat. Zwei beteiligte Einsatzwagen mussten am Samstag zu einem kleineren echten Einsatz. „Das hat die Routine etwas auseinandergerissen“, so Frank Schneider. Da merkte man dann schon, dass die Besatzungen der beiden Fahrzeuge im Übungsablauf fehlten. „Da ist ein super Übungsobjekt“, waren Frank Schneider und seine Kollegen dem Parkhotel dankbar. Das Nebengebäude war für die Übung reserviert, Hotelgäste waren am Samstag ausschließlich im Hauptgebäude untergebracht.

Alarmübung im Hafen des Kraftwerks Staudinger: Bilder

Da das Parkhotel Rödermark in Rollwald zwar an die Rodgauer Gemarkung angrenzt, sich aber noch auf Rödermärker Gebiet befindet, würde auch die Feuerwehr Rödermark bei einem Ernstfall als Erste alarmiert. Wobei bei einem echten Hotelbrand auch Wehren aus den Nachbargemeinden und damit auch die Rodgauer hinzugezogen würden. Laut Übungsszenario hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst, zusätzlich rief das Hotelpersonal auf der Wache an und wies darauf hin, dass Menschen auf dem Balkon um Hilfe schrien und das Gebäude verraucht sei.

„Es macht Sinn, an solchen Objekten zu üben, um die ganze Infrastruktur und die Gebäude kennenzulernen“, sagte Frank Schneider. „Auch für unsere Mitarbeiter ist es gut, das Ganze mal zu sehen“, meinte Hoteldirektor Achim Hunzinger. Der Ablauf konnte anschließend analysiert werden. Das Hotel hatte für die Teilnehmer einen Imbiss vorbereitet. (ey)

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